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Rückkehr zur Normalität? | Rückblick Juni

Im Juni stellte sich langsam wieder etwas Normalität ein. Zwar ist die Anzahl an Personen, die ich treffe, weiterhin klein, aber inzwischen lässt sich doch nicht mehr alles absagen oder verschieben, einiges muss auch erledigt werden.

Was habe ich gelesen?

Am Monatsanfang habe ich noch den letzten Band der Grischa-Reihe ausgelesen. Wie auch seine Vorgänger konnte mich Lodernde Schwingen von Leigh Bardugo nicht wirklich überzeugen. Aus Neugier habe ich dennoch weitergelesen – außerdem war das Buch ja seicht und dennoch unterhaltsam. Eine Empfehlung kann ich aber insgesamt nicht aussprechen!

Im Gegensatz dazu war Engelskrieg von Nalini Singh ein großes Lesevergnügen. Die Reihe habe ich ja nun schon häufiger erwähnt, aber trotzdem ist Nalini Singh ein Parade-Beispiel dafür, eine komplexe Fantasy-Reihe über Jahre am Leben zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ich bleibe also auch weiterhin eine treue Leserin.

Um mal wieder etwas inhaltlich gehaltvolleres zu lesen, habe ich mir die Graphic Novel zu Qualityland von Marc-Uwe Kling und Zachary Tallent angesehen. Nachdem ich bereits das Buch und das Hörbuch kannte, fühlte sich die Geschichte schon sehr vertraut an, ich konnte mich daher noch einmal ganz neu auf den Inhalt konzentrieren. Eine interessante Erfahrung und eine spannende Graphic Novel!

Ebenfalls interessant, allerdings auch sehr komplex, ist Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl von Katharina Zweig. Da ich mich mit dem Thema neu beschäftige, lese ich das Sachbuch in kleinen Häppchen und lerne jede Menge Neues… Vermutlich wird das Buch mich also noch eine Weile begleiten.

Da mein Freund mit mir bereits die The Witcher-Serie auf Netflix geschaut hatte, war ich natürlich neugierig auf die Romane. Da ich nicht ganz sicher war, womit man nun eigentlich anfängt und ich den Inhalt der Kurzgeschichten bereits kannte, habe ich Das Erbe der Elfen begonnen. Leider bin ich auch von dieser Fantasy-Serie ein wenig enttäuscht. Vielleicht bin ich über die Jahre einfach zu kritisch geworden? Den Band 1 aus der Der Hexer-Reihe von Adrzej Sapkowski werde ich noch auslesen und euch meine Kritikpunkte aufzählen, die restlichen Bände lese ich dann vermutlich nur noch aus Interesse an der Geschichte.

Und als letztes Buch diesen Monat habe ich noch Der Zopf von Laetitia Colombani begonnen. Ich bin allerdings gerade erst so weit gekommen, dass ich alle drei Frauenfiguren kennen gelernt habe, deshalb möchte ich mir an dieser Stelle noch kein Urteil erlauben.

Was war sonst noch los?

Wie ich bereits angedeutet habe, kehrt die Normalität Stück für Stück zurück in meinen Alltag. Ich bin diesen Monat wieder häufiger draußen gewesen, vor allem im Park spazieren, und habe auch einige wenige Freundinnen getroffen. Außerdem war ich beim Zahnarzt und denke inzwischen sehnsüchtig an einen Friseurtermin. Allerdings ist das dann doch vielleicht noch nicht so dringend notwendig.

Einer meiner Aha-Momente diesen Monat war übrigens ein Besuch auf dem Südfriedhof, über den wir im Rahmen unserer wochenendlichen Spaziergänge oft laufen. Noch kennen wir nicht alle Ecken, aber der Friedhof zählt nicht grundlos zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Leipzig. Als wir vor einigen Wochen wieder einmal dort spazierten, kamen wir unverhofft am Grab Lene Voigts vorbei. Ich muss gestehen, dass ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht hatte, wo die bekannte Leipziger Mundart-Dichterin wohl beerdigt wurde. Auf dem Südfriedhof gibt es einfach immer etwas zu entdecken (nicht nur Eichhörnchen)!

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Grab von Lene Voigt auf dem Südfriedhof Leipzigs

Auch wenn die außer-häuslichen Aktivitäten immer mehr zunehmen, sind wir doch auch weiterhin meist zuhause. Inzwischen grillen wir recht regelmäßig auf unserem Balkon, probieren seit neustem sogar vegane Grillwürsten (danke an zahlreiche Fleisch-Skandale!) und schauen dem Flug der Elstern zu. Inzwischen habe ich mich ganz gut an die Arbeit im Büro gewöhnt und abends häufiger mal etwas Energie, was man natürlich auch an meiner Leseliste bemerkt. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, und dadurch auch auf dem Blog regelmäßiger Rezensionen folgen. Meistens bemerkt ihr als Leser:innen Ruhephasen zwar nicht, weil ich geschickt vorarbeite oder immer mal noch eine halb fertige Rezension aus den Entwürfen herbeizaubere. Aber so langsam erwacht auch meine Bloglust wieder und ich ärgere mich manches mal, wenn mir einfach nicht so viel Zeit zum Schreiben bleibt, wie ich gerne hätte.

Für die kommenden Wochen dürft ihr euch aber auf einige Beiträge freuen, denn ich hatte diese Woche Urlaub und auch wenn die letzten Tage mit Wandern und Abschalten gefüllt waren und ich wenig gelesen habe, habe ich nun umso mehr Motivation und Energie für die kommenden Tage…

Was war euer Highlight des Monats? Welches euer bestes, was euer schlechtestes Buch in diesem Monat?

2 Kommentare

  • RoXXie SiXX

    Guten Abend,

    drei deiner gelesenen Bücher kenne ich und „Das Erbe der Elfen“ und „Lodernde Schwingen“ liegen noch auf meinem SuB.
    Von der Reihe von Nalini Singh habe ich schon des Öfteren gelesen, aber bisher hat sie mich nicht gereizt. Dafür habe ich im Mai und im Juni ihre „Rock Kiss“ – Reihe gehört, die mich aber leider weniger begeistern konnte. Die Charaktere waren mir alle irgendwie zu sehr stereotyp.

    Ich gehe auch ganz gerne auf Friedhöfen spazieren, ganz besonders, wenn ich auf Städtereise bin. Dann mach ich mich vorher auch kundig, welche Berühmtheiten dort ihre letzte Ruhe gefunden haben.

    Ich wünsche dir einen angenehmen Lesemonat Juli.

    Liebst,
    RoXXie

    In Retrospect | Mein Lesemonat Juni 2020

    • Jennifer

      Hi RoXXie,

      also ich muss sagen, dass ich die Romance von Nalini Singh selbst auch zu klischeehaft und platt finde. Hatte da nur paarmal reingeblättert. Die Fantasyreihen sind aufgrund ihres Weltaufbaus sehr spannend, dazu fand ich die Figuren sehr sympathisch. Es handelt sich nicht unbedingt um High Fantasy, aber doch um solide Fantasy mit halt ner Liebesgeschichte. Aber ehrlich gesagt kommt ja inzwischen kaum noch ein Buch ohne aus. Schau doch einfach mal in eine Leseprobe zu Band 1, danach weißt du sicher, ob du das gut gemacht findest!
      Aber ich würde schon deutlich unterscheiden zwischen den reinen Liebesromanen und Fantasy…

      Ich muss sagen, dass ich mir immer ein wenig merkwürdig vorkomme auf fremden Friedhöfen zu spazieren. Hier in Leipzig habe ich einen um die Ecke, daher gehe ich dort relativ oft entlang, ganz einfach weil es auch schön ruhig ist und eine tolle Atmosphäre hat. In anderen Städten, zuletzt Prag, fühle ich mich eher wie ein Eindringling, weil ich auch nicht einschätzen kann, ob ich zB Trauernde störe. Daher bleibe ich dort eher in öffentlichen Friedhofsbereichen oder gehe nur auf ganz alte Friedhöfe.
      Wie machst du das denn in fremden Städten?
      VG Jennifer

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