• [Quick-Tipp] Übers Scheitern: „Wie man es vermasselt“ von George Watsky

    Da es heute viel zu warm zum Denken war, kommt hier ein knackiger Quick-Tipp für euch: 13 kurze Geschichten von George Watsky über das eigene Scheitern und Unperfektion! Wie man es vermasselt von George Watsky George Watsky, eigentlich eher als Hip-Hop-Musiker bekannt, erzählt in 13 kurzen Geschichten aus seinem Leben. Den Stil und die Sprache empfand ich als sehr klar und angenehm, ich konnte mit den Geschichten trotz vollem Kopf wunderbar abschalten. Die Geschichten sind, zumindest wenn ich es richtig in Erinnerung habe, nicht in chronologischer Reihenfolge, was mich manchmal von der Abfolge her ein wenig irritierte. Teilweise ähneln sich bestimmte Erzählung auch sehr, weil sie natürlich immer wieder das…

  • [Veranstaltungshinweis] Die heilende Wirkung des Lesens

    Jede Person die gerne oder gar passioniert gerne liest, weiß um die Wirkung eines guten Buches. Ob Lesen aber heilend wirkt und wenn ja, auf welche Art und Weise, was für Methoden angewandt werden um Lesen bei Beschwerden und Problemen gezielt einzusetzen, und was über das Lesen und seine Bedeutung im Laufe der Zeit geschrieben wurde, erfahren wir an diesem Abend. Daneben wird auch das Schreiben als integraler Teil des Lesens erwähnt. Magdalena Kaminska ist Kulturwissenschaftlerin und Anglistin und arbeitet seit acht Jahren als Coach mit eigener Praxis in Leipzig. Wann und Wo? Am 26. Juni 2019 um 19 Uhr im Hörsaal 3 (Hörsaalgebäude, Campus Augustusplatz) Was? Aus der Reihe studium universale…

  • [Rezension] Ein Kurzroman mit Wucht und viel Inhalt: „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ von Stella Delaney

    Obwohl mein Osterurlaub schon eine Weile her ist, wollte ich euch unbedingt noch das feine kleine Buch von Stella Delaney vorstellen, das mir ein paar wunderbare Lesestunden am Strand beschert hatte. Die nächste Ferienzeit rückt ja erfreulicherweise auch schon wieder näher… Vormerkungen Ganz untypisch starte ich noch kurz mit einer persönlichen Vorgeschichte: Für die Lesechallenge #WirLesenFrauen von Eva-Maria war ich während der Buchmesse gezielt auf der Suche nach einem Buch aus einer Autorinnenvereinigung (Hier geht’s nochmal zu meiner persönlichen #WirLesenFrauen-Leseliste). Die meisten Bücher, die in den mir bekannten Vereinigungen erscheinen, sind jedoch rein vom Genre eher nicht mein Fall. Daher war ich schon ein wenig verzweifelt, welches Buch ich für…

  • 3 Romane, die mich als Jugendliche geprägt haben

    Heute kommt ein spontaner Beitrag, denn ich habe irgendwie keine Lust eine meiner eigentlich geplanten Rezensionen zu schreiben. Stattdessen habe ich über Twitter gefragt, was für buchige Themen euch interessieren würden und mir eines davon (leicht abgewandelt) rausgepickt. Das Thema lieferte übrigens @zwiebelbaguette, herzlichen Dank dafür! Tiefes Kramen in der Erinnerung… Es soll heute also um drei Romane gehen, die mich als Kind bzw. Jugendliche geprägt haben. Dazu musste ich tatsächlich zuerst einmal kramen, was ich früher eigentlich gelesen habe. Besonders durch mein Studium hat sich mein Leseverhalten in den letzten Jahren nämlich ziemlich verändert! Inzwischen lese ich gerne auch ernstere Themen und hinterfrage kritisch Figuren, Handlungen und Welten. Früher…

  • [Kolumne] Lesen im Freien. Ein Plädoyer dagegen

    Es ist Sommer! Allerorten strömen die Sonnenbegeisterten zum nächstgelegenen See, zum nächsten Eisstand oder einem anderen schattigen Plätzchen. Auf anderen Blogs habe ich zahllose Lieblingsleseorte im Freien gefunden. Lesen draußen ist ja schön und gut, es birgt jedoch auch zahllose Nachteile. Diese möchte ich euch hier einmal zusammentragen. Mein Plädoyer: Lest drinnen! 😉 Licht ist nicht gut fürs Buch Licht ist ja bekanntermaßen nicht gut fürs Buch. Die starke Sonneneinstrahlung bleicht die Tinte aus und die Seiten können vergilben. Für das arme Buch ein schmerzhafter Prozess, der leider oft unbemerkt vonstatten geht. Unsere geliebten Bücher leiden jedoch im Sommer große Qualen. Wie oft werden sie gerade von Bloggern malerisch im…

  • [Kolumne] Aus der Perspektive der Leserschaft | Sensitivity Reading

    Sensitivity Reading wird immer wieder heiß diskutiert. Auf der einen Seite haben wir Autor*innen, die sich verbitten, dass andere ihnen vorschreiben, wie sie ihre Werke zu schreiben haben. Auf der anderen Seite stehen Betroffene von verschiedenen Marginalisierungen, die sich gerne vielfältiger in der Literatur (und im Film usw., aber ich werde hier vereinfachend immer von Literatur sprechen) repräsentiert sehen möchten. Schreibende Autoren und der böse Markt Im Folgenden möchte ich einmal die Perspektive wechseln und dabei vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen. Die folgende Tatsache mag vielleicht nicht jedem schmecken, aber sie ist nun einmal Fakt: Die meisten Menschen schreiben nicht nur zur persönlichen Freude, sondern möchten damit auch Geld…

  • [Rezension] Eine Streitschrift gegen Single Shaming! „Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht“ von Gunda Windmüller

    Wenn man sich in unserer Gesellschaft umschaut, kommt man leicht zu dem Schluss das die nicht-gleichgeschlechtliche Paarbeziehung das erstrebenswerteste Beziehungsmodell ist, das die Gesellschaft jemals hervorgebracht hat. Dabei ist dieses Modell aber erstens gar nicht so erstrebenswert und zweitens auch ein Konstrukt, das noch gar nicht so lange in unserer Gesellschaft vorherrscht, wie Windmüller mit ihrer Streitschrift erläutert. Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht von Gunda Windmüller Es steckt schon im Titel: Dieses Buch möchte provozieren und sich gegen die öffentliche Meinung stellen. Das gelingt ihm mal mehr und mal weniger gut. Eine der großen Stärken dieser Streitschrift ist es, dass sie allgemein verständlich und sehr anschaulich geschrieben ist. Das…

  • [Rückblick] Tage in der Bibliothek und viel Leseunlust

    Irgendwie habe ich gar nicht mitbekommen, wie schnell der Mai verflogen ist. Das lag zum Teil sicherlich daran, dass ich so viel Zeit in der Bibliothek verbracht habe, zum Teil aber auch am auf und ab des Wetters, das mich immer ganz dusselig macht. Jedenfalls wird es wieder Zeit für einen kleinen Rückblick: Was habe ich gelesen? Bedingt durch die Masterarbeit und die phasenweise Hitze habe ich mich diesen Monat leider eher durch meine Bücher gequält als wirkliche Leselust zu verspüren. Sicherlich liegt das auch daran, dass ich bereits tagsüber jede Menge zu lesen hatte. Da hatte ich abends dann nicht mehr wirklich Lust noch etwas zu lesen. Dazu kommt…

  • [Veranstaltungshinweis] „Tief bewegende Textbausteine – Kondolieren durch PolitikerInnen auf Twitter“

    Vortrag: „Tief bewegende Textbausteine – Kondolieren durch PolitikerInnen auf Twitter“ Vortragende: Astrid Tuchen (Leipzig) Wann: 18. Juni 2019; 18 Uhr Wo: Geisteswissenschaftliches Zentrum (GWZ) Beethovenstraße 15, 4. Etage, Raum 1.4.16 In der Reihe SPIGL (Sprachwissenschaftliche Vorträge am Institut für Germanistik in Leipzig) finden regelmäßig Vorträge zur aktuellen sprachwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten statt. Das Programm wird jeweils zum Semesterbeginn auf den Seiten des Instituts für Germanistik veröffentlicht.

  • [MF] Meinungsfreiheit, Klima, Zukunft: Meine Lieblingsdystopie

    Irgendwie habe ich fast mit einer Frage zu politischen Büchern gerechnet, nachdem das Wochenende mit der Europawahl gerade erst vorüber ist. Selten war meine komplette (!) Timeline so einhellig mit einem Thema beschäftigt. Mit einer gewissen Faszination (und auch einem leichten Hang zur Aufregung) habe ich zudem das Spektakel der CDU online verfolgt. Was man nun auch von Rezos Video halten möchte, es ist doch toll, wenn sich möglichst viele Menschen mit Politik beschäftigen! Und man sollte niemandem am Anspruch sachlicher Auseinandersetzung und journalistischer Sorgfaltspflicht messen, der kein Journalist ist. Die Unbeholfenheit der CDU im Umgang mit dem Video, aber auch der daran anschließenden Kritik in den Sozialen Medien war…