• [Fundstück] Der Unterschied zwischen Kauf und Lizenzerwerb|ebooks

    Der eine oder andere hat es vielleicht schon mitbekommen, Mircosoft schließt seinen Onlinestore. Warum das die Buchbranche und insbesondere Lesende trifft? Weil viele sich nicht bewusst waren, dass sie nicht Bücher (in Form von ebooks) dort erworben haben, sondern nur Lizenzen. Aufmerksam wurde ich selbst über diese Kolumne im Spiegel: Microsoft E-Books: Der Tag, an dem die Bücher nicht mehr funktionieren „Doch so dystopisch das Verschwinden ausgerechnet von Büchern klingt: Der Onlinemarkt wandelt sich seit Langem in eine Richtung, in der uns solche Ereignisse häufiger bevorstehen könnten. Wir kaufen in App-Stores Nutzungslizenzen statt der eigentlichen Produkte, wir basteln uns Watch- und Playlists in der Hoffnung, dass bestimmte Streamingdienste noch lange bestehen. „ Ganz…

  • [Masterarbeit] Verloren in der Theorie

    Ende März habe ich euch von meinem etwas holprigen Start in die Masterarbeitsphase erzählt. Ich habe in der Folge viel Zuspruch und viele motivierende Nachrichten erhalten, wofür ich euch sehr dankbar bin! Inzwischen hat sich einiges getan und daher möchte ich euch heute einen weiteren Blick auf meinen Schreibtisch werfen lassen.

  • [Rezension] (Un)geliebtes Landleben: „Klassenkampf“ und „Platzwechsel“ von André Herrmann

    Voland & Quist stellte mir freundlicherweise „Platzwechsel“ für eine Rezension zur Verfügung und in diesem Zuge fiel mir auf, dass ich den ersten Band „Klassenkampf“ zwar gelesen hatte, da es sich nicht um ein Rezensionsexemplar handelte, hatte ich den Band jedoch nie besprochen. Das will ich nun in einem 2in1-Beitrag nachholen. Klassenkampf Eigentlich hat André sich geschworen nie wieder in seine Heimatstadt in der ostdeutschen Provinz zurückzukehren. Aber natürlich zieht es ihn immer wieder in die alte Heimat – Besuche bei der Familie, Weihnachtsfeste und die obligatorischen Klassentreffen, zu denen niemals jemand geht und wo sich im Laufe eines Abends dennoch alle begegnen. Platzwechsel Gerade als er denkt, dass ihn…

  • [Quick-Tipp] Übers Scheitern: „Wie man es vermasselt“ von George Watsky

    Da es heute viel zu warm zum Denken war, kommt hier ein knackiger Quick-Tipp für euch: 13 kurze Geschichten von George Watsky über das eigene Scheitern und Unperfektion! Wie man es vermasselt von George Watsky George Watsky, eigentlich eher als Hip-Hop-Musiker bekannt, erzählt in 13 kurzen Geschichten aus seinem Leben. Den Stil und die Sprache empfand ich als sehr klar und angenehm, ich konnte mit den Geschichten trotz vollem Kopf wunderbar abschalten. Die Geschichten sind, zumindest wenn ich es richtig in Erinnerung habe, nicht in chronologischer Reihenfolge, was mich manchmal von der Abfolge her ein wenig irritierte. Teilweise ähneln sich bestimmte Erzählung auch sehr, weil sie natürlich immer wieder das…

  • [Veranstaltungshinweis] Die heilende Wirkung des Lesens

    Jede Person die gerne oder gar passioniert gerne liest, weiß um die Wirkung eines guten Buches. Ob Lesen aber heilend wirkt und wenn ja, auf welche Art und Weise, was für Methoden angewandt werden um Lesen bei Beschwerden und Problemen gezielt einzusetzen, und was über das Lesen und seine Bedeutung im Laufe der Zeit geschrieben wurde, erfahren wir an diesem Abend. Daneben wird auch das Schreiben als integraler Teil des Lesens erwähnt. Magdalena Kaminska ist Kulturwissenschaftlerin und Anglistin und arbeitet seit acht Jahren als Coach mit eigener Praxis in Leipzig. Wann und Wo? Am 26. Juni 2019 um 19 Uhr im Hörsaal 3 (Hörsaalgebäude, Campus Augustusplatz) Was? Aus der Reihe studium universale…

  • [Rezension] Ein Kurzroman mit Wucht und viel Inhalt: „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ von Stella Delaney

    Obwohl mein Osterurlaub schon eine Weile her ist, wollte ich euch unbedingt noch das feine kleine Buch von Stella Delaney vorstellen, das mir ein paar wunderbare Lesestunden am Strand beschert hatte. Die nächste Ferienzeit rückt ja erfreulicherweise auch schon wieder näher… Vormerkungen Ganz untypisch starte ich noch kurz mit einer persönlichen Vorgeschichte: Für die Lesechallenge #WirLesenFrauen von Eva-Maria war ich während der Buchmesse gezielt auf der Suche nach einem Buch aus einer Autorinnenvereinigung (Hier geht’s nochmal zu meiner persönlichen #WirLesenFrauen-Leseliste). Die meisten Bücher, die in den mir bekannten Vereinigungen erscheinen, sind jedoch rein vom Genre eher nicht mein Fall. Daher war ich schon ein wenig verzweifelt, welches Buch ich für…

  • 3 Romane, die mich als Jugendliche geprägt haben

    Heute kommt ein spontaner Beitrag, denn ich habe irgendwie keine Lust eine meiner eigentlich geplanten Rezensionen zu schreiben. Stattdessen habe ich über Twitter gefragt, was für buchige Themen euch interessieren würden und mir eines davon (leicht abgewandelt) rausgepickt. Das Thema lieferte übrigens @zwiebelbaguette, herzlichen Dank dafür! Tiefes Kramen in der Erinnerung… Es soll heute also um drei Romane gehen, die mich als Kind bzw. Jugendliche geprägt haben. Dazu musste ich tatsächlich zuerst einmal kramen, was ich früher eigentlich gelesen habe. Besonders durch mein Studium hat sich mein Leseverhalten in den letzten Jahren nämlich ziemlich verändert! Inzwischen lese ich gerne auch ernstere Themen und hinterfrage kritisch Figuren, Handlungen und Welten. Früher…

  • [Kolumne] Lesen im Freien. Ein Plädoyer dagegen

    Es ist Sommer! Allerorten strömen die Sonnenbegeisterten zum nächstgelegenen See, zum nächsten Eisstand oder einem anderen schattigen Plätzchen. Auf anderen Blogs habe ich zahllose Lieblingsleseorte im Freien gefunden. Lesen draußen ist ja schön und gut, es birgt jedoch auch zahllose Nachteile. Diese möchte ich euch hier einmal zusammentragen. Mein Plädoyer: Lest drinnen! 😉 Licht ist nicht gut fürs Buch Licht ist ja bekanntermaßen nicht gut fürs Buch. Die starke Sonneneinstrahlung bleicht die Tinte aus und die Seiten können vergilben. Für das arme Buch ein schmerzhafter Prozess, der leider oft unbemerkt vonstatten geht. Unsere geliebten Bücher leiden jedoch im Sommer große Qualen. Wie oft werden sie gerade von Bloggern malerisch im…

  • [Kolumne] Aus der Perspektive der Leserschaft | Sensitivity Reading

    Sensitivity Reading wird immer wieder heiß diskutiert. Auf der einen Seite haben wir Autor*innen, die sich verbitten, dass andere ihnen vorschreiben, wie sie ihre Werke zu schreiben haben. Auf der anderen Seite stehen Betroffene von verschiedenen Marginalisierungen, die sich gerne vielfältiger in der Literatur (und im Film usw., aber ich werde hier vereinfachend immer von Literatur sprechen) repräsentiert sehen möchten. Schreibende Autoren und der böse Markt Im Folgenden möchte ich einmal die Perspektive wechseln und dabei vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen. Die folgende Tatsache mag vielleicht nicht jedem schmecken, aber sie ist nun einmal Fakt: Die meisten Menschen schreiben nicht nur zur persönlichen Freude, sondern möchten damit auch Geld…

  • [Rezension] Eine Streitschrift gegen Single Shaming! „Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht“ von Gunda Windmüller

    Wenn man sich in unserer Gesellschaft umschaut, kommt man leicht zu dem Schluss das die nicht-gleichgeschlechtliche Paarbeziehung das erstrebenswerteste Beziehungsmodell ist, das die Gesellschaft jemals hervorgebracht hat. Dabei ist dieses Modell aber erstens gar nicht so erstrebenswert und zweitens auch ein Konstrukt, das noch gar nicht so lange in unserer Gesellschaft vorherrscht, wie Windmüller mit ihrer Streitschrift erläutert. Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht von Gunda Windmüller Es steckt schon im Titel: Dieses Buch möchte provozieren und sich gegen die öffentliche Meinung stellen. Das gelingt ihm mal mehr und mal weniger gut. Eine der großen Stärken dieser Streitschrift ist es, dass sie allgemein verständlich und sehr anschaulich geschrieben ist. Das…