• [Kolumne] Lesen im Freien. Ein Plädoyer dagegen

    Es ist Sommer! Allerorten strömen die Sonnenbegeisterten zum nächstgelegenen See, zum nächsten Eisstand oder einem anderen schattigen Plätzchen. Auf anderen Blogs habe ich zahllose Lieblingsleseorte im Freien gefunden. Lesen draußen ist ja schön und gut, es birgt jedoch auch zahllose Nachteile. Diese möchte ich euch hier einmal zusammentragen. Mein Plädoyer: Lest drinnen! 😉 Licht ist nicht gut fürs Buch Licht ist ja bekanntermaßen nicht gut fürs Buch. Die starke Sonneneinstrahlung bleicht die Tinte aus und die Seiten können vergilben. Für das arme Buch ein schmerzhafter Prozess, der leider oft unbemerkt vonstatten geht. Unsere geliebten Bücher leiden jedoch im Sommer große Qualen. Wie oft werden sie gerade von Bloggern malerisch im…

  • [Kolumne] Aus der Perspektive der Leserschaft | Sensitivity Reading

    Sensitivity Reading wird immer wieder heiß diskutiert. Auf der einen Seite haben wir Autor*innen, die sich verbitten, dass andere ihnen vorschreiben, wie sie ihre Werke zu schreiben haben. Auf der anderen Seite stehen Betroffene von verschiedenen Marginalisierungen, die sich gerne vielfältiger in der Literatur (und im Film usw., aber ich werde hier vereinfachend immer von Literatur sprechen) repräsentiert sehen möchten. Schreibende Autoren und der böse Markt Im Folgenden möchte ich einmal die Perspektive wechseln und dabei vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen. Die folgende Tatsache mag vielleicht nicht jedem schmecken, aber sie ist nun einmal Fakt: Die meisten Menschen schreiben nicht nur zur persönlichen Freude, sondern möchten damit auch Geld…

  • [Rezension] Eine Streitschrift gegen Single Shaming! „Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht“ von Gunda Windmüller

    Wenn man sich in unserer Gesellschaft umschaut, kommt man leicht zu dem Schluss das die nicht-gleichgeschlechtliche Paarbeziehung das erstrebenswerteste Beziehungsmodell ist, das die Gesellschaft jemals hervorgebracht hat. Dabei ist dieses Modell aber erstens gar nicht so erstrebenswert und zweitens auch ein Konstrukt, das noch gar nicht so lange in unserer Gesellschaft vorherrscht, wie Windmüller mit ihrer Streitschrift erläutert. Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht von Gunda Windmüller Es steckt schon im Titel: Dieses Buch möchte provozieren und sich gegen die öffentliche Meinung stellen. Das gelingt ihm mal mehr und mal weniger gut. Eine der großen Stärken dieser Streitschrift ist es, dass sie allgemein verständlich und sehr anschaulich geschrieben ist. Das…

  • [Rückblick] Tage in der Bibliothek und viel Leseunlust

    Irgendwie habe ich gar nicht mitbekommen, wie schnell der Mai verflogen ist. Das lag zum Teil sicherlich daran, dass ich so viel Zeit in der Bibliothek verbracht habe, zum Teil aber auch am auf und ab des Wetters, das mich immer ganz dusselig macht. Jedenfalls wird es wieder Zeit für einen kleinen Rückblick: Was habe ich gelesen? Bedingt durch die Masterarbeit und die phasenweise Hitze habe ich mich diesen Monat leider eher durch meine Bücher gequält als wirkliche Leselust zu verspüren. Sicherlich liegt das auch daran, dass ich bereits tagsüber jede Menge zu lesen hatte. Da hatte ich abends dann nicht mehr wirklich Lust noch etwas zu lesen. Dazu kommt…

  • [Veranstaltungshinweis] „Tief bewegende Textbausteine – Kondolieren durch PolitikerInnen auf Twitter“

    Vortrag: „Tief bewegende Textbausteine – Kondolieren durch PolitikerInnen auf Twitter“ Vortragende: Astrid Tuchen (Leipzig) Wann: 18. Juni 2019; 18 Uhr Wo: Geisteswissenschaftliches Zentrum (GWZ) Beethovenstraße 15, 4. Etage, Raum 1.4.16 In der Reihe SPIGL (Sprachwissenschaftliche Vorträge am Institut für Germanistik in Leipzig) finden regelmäßig Vorträge zur aktuellen sprachwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten statt. Das Programm wird jeweils zum Semesterbeginn auf den Seiten des Instituts für Germanistik veröffentlicht.

  • [MF] Meinungsfreiheit, Klima, Zukunft: Meine Lieblingsdystopie

    Irgendwie habe ich fast mit einer Frage zu politischen Büchern gerechnet, nachdem das Wochenende mit der Europawahl gerade erst vorüber ist. Selten war meine komplette (!) Timeline so einhellig mit einem Thema beschäftigt. Mit einer gewissen Faszination (und auch einem leichten Hang zur Aufregung) habe ich zudem das Spektakel der CDU online verfolgt. Was man nun auch von Rezos Video halten möchte, es ist doch toll, wenn sich möglichst viele Menschen mit Politik beschäftigen! Und man sollte niemandem am Anspruch sachlicher Auseinandersetzung und journalistischer Sorgfaltspflicht messen, der kein Journalist ist. Die Unbeholfenheit der CDU im Umgang mit dem Video, aber auch der daran anschließenden Kritik in den Sozialen Medien war…

  • „Der Casanova-Code“, die deutsche PickUp-Szene und eine Stellungnahme von Heyne

    Am 10. Februar 2019 surfte ich auf der Suche nach interessanten Neuerscheinungen durch das Netz. Unter anderen habe ich dabei die Vorschauen von großen bekannten Verlagen angesteuert. Ein weißes Buch mit schwarzer Frauensilhouette entpuppte sich dabei als Eye-Catcher. Der Titel ließ jedoch schon erahnen, dass ich weder zur Zielgruppe des Buches gehören würde noch dem Inhalt viel abgewinnen könnte. Ich war zugegebenermaßen ein wenig entrüstet und auch entsetzt, dass ein Buch, das ich eindeutig der PickUp-Szene zuordnen würde, in einem namhaften großen Publikumsverlag erscheint. Ich setzte also folgenden Tweet ab, um Aufmerksamkeit zu erregen: Hey @HeyneVerlag @Bloggerportal @RandomhouseDE ich bin sicher, dass solche Titel 👇 bei Single-Männern gut ankommen. Aber…

  • [Rezension] Was soll man davon halten? „The Future is Female!“ von Scarlett Curtis (Hrsg)

    Feministische Bücher sind meistens richtig gut oder richtig schlecht, aber selten irgendwas dazwischen. Aufgrund vieler begeisterter Rezensionen wollte ich unbedingt ebenfalls einen Blick in The Future is Female! werfen. Nach einem kurzen Schreckmoment habe ich das Buch dann aber schnell wieder beiseite gelegt und danach lange gemieden. Über Ostern habe ich es dann doch gelesen und seitdem überlege ich, ob ich das Buch denn nun gelungen oder furchtbar finden soll. The Future is Female. Was Frauen über Feminismus denken Heute gibt’s statt eigener Zusammenfassung ausnahmsweise mal den Klappentext, meine Meinung und Erläuterung dann wie gewohnt unten und dabei werde ich auch auf den Inhalt eingehen! „Die Welt, in der Frauen…

  • [Rezension] Politikbücher zum Einsteigen für junge Menschen: #tunwirwas, Macht Platz! und Darf man in einem Rechtsstaat auch links fahren

    In den letzten Wochen habe ich einige politische Sachbücher gelesen, ein paar weitere werde ich demnächst noch lesen. Vorerst möchte ich euch in einer kleinen Sammelrezension ein paar Einsteiger-Titel zur politischen Teilhabe vorstellen! Zum Anfangen: #tunwirwas Der erste Titel ist ein absolutes Mitmach-Buch: #tunwirwas. Wie unsere Generation die Politik erobert lädt zum Mitmachen ein. Die beiden jungen Europa-Aktivisten Vincent Speer und Martin Herr beschreiben anschaulich wie sie selbst ihre aktivistische Arbeit begonnen haben. Ein ganz allgemeiner Abschreckungsfaktor ist oftmals der Gedanke, dass man selbst eigentlich gar keine ‚Politik machen‘ möchte. Anhand ihrer eigenen Ereignisse zeigen die beiden sehr schön, dass man sich im Großen wie im Kleinen für eine Sache…