Was haltet ihr davon?

[Fundstück] Kindern vorlesen

Ich selbst habe ja keine Kinder, deshalb betrifft mich dieses Thema eher am Rande, aber ich finde die Frage dennoch spannend: Ab welchem Alter sollte man einem Kind vorzulesen beginnen?

„Was bringt Kindern das Vorlesen im ersten Lebensjahr, Frau Hoffmann?“

Ein gutes Drittel der befragten Eltern weiß nicht, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen, so das Ergebnis der Vorlesestudie 2017. Schon in den ersten zwölf Monaten sollte das Vorlesen zum kindlichen Alltag gehören, weiß die Stiftung Lesen. Warum das so ist und mit welchen Büchern man starten kann, erklärt die Kinderbuchexpertin und Leseforscherin Gabriele Hoffmann.

Weiterlesen auf Börsenblatt.net

In dem kurzen Beitrag geht es vor allem darum, dass laut einer Studie viele Eltern gar nicht wissen, wie man einem Kind richtig vorliest. Das führe dann, so Frau Hoffmann, dazu, dass die Kinder die Bücher als „Lüge“ wahrnehmen und im späteren Lebensverlauf dem Lesen abgeneigt sind.

Das finde ich sehr interessant, denn bisher war ich der Meinung, dass Kinder das Gelesene gar nicht so richtig wahrnehmen, sondern sich eher über die Aufmerksamkeit freuen (dieser Aspekt wird auch kurz angesprochen).

Mal eine Frage an alle mit (kleinen) Kindern, Nichten/Neffen, Patenkindern usw.:

Ab welchem Alter und wie lest ihr den Zwergen vor? 

 

10 Kommentare

  • fraulehmannliest

    Seit der Geburt. Meine Erzählstimme hat meinem Sohn einen Ort der Ruhe gegeben. Er ist anfangs selig entschlummert. Heute ist er schon in der Schule, liest viel selbst, besteht aber immer noch auf dem abendlichen Vorlesen. Gelesen haben wir viele Klassiker, Lindgren natürlich, aber auch Kästner, derzeit gerne Ute Krause. Wir hoffen, ihm damit „Lese“-Wurzeln gegeben zu haben, auf die er immer wieder zurück greifen kann.

      • fraulehmannliest

        Ich glaube, ein Kind, das von lesenden Menschen umgeben ist, wird Bücher als normale Alltagsgegenstände ansehen. Wir behandeln Bücher auch so. Nicht falsch verstehen, wir gehen mit unseren Büchern gut um, aber sie sind halt nicht nur Geschenke für besondere Tage. Wenn man ein neues Buch braucht, dann ist das halt so. Zahnpasta kauft man ja auch nicht nur für Geburtstage. Ich finde, wir geben Literatur, Theater, Kunst noch viel zu sehr den Status des Besonderen. Dabei ist Kultur ein Alltagsbedürfnis. Sehe ich zumindest so…

        • Jennifer

          Das hoffe ich doch sehr!
          Aber die Unsicherheit bei der Erziehung ist ja groß und leider sind Bücher in Kinder- und Jugendjahren noch stark mit Vorurteilen behaftet.

          Ich finde das aber schön, dass Bücher so in den Alltag integritert werden bei euch! Da habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber es ist sicher ebenso schädlich, wenn Bücher als „heiliger Gegenstand“ nur im Regal stehen dürfen und nie gelesen werden… 🙂

          Ganz vielen Dank für deinen Kommentar und entschuldige, dass ich ihn zuerst übersehen hatte 🙂
          VG Jennifer

  • Home is where the boys are

    Von Anfang an. Der Große hat schon als Baby gern den Geschichten gelauscht und die bunten Bildern in den Büchern betrachtet. Als der Kleine dann auf die Welt kam, war er gleich beim abendlichen Vorleseritual mit von der Partie. Für beide Kinder gehört das Vorlesen einfach zu ihrer Tagesstruktur.

  • kleiner Komet

    Ich habe meinen Kindern von Anfang an vorgelesen 😉
    Meine Große musste sich als Baby die Lektüre meines Physik-Buches anhören, in sanfter monotoner Stimme, dabei war sie immer sehr entspannt. Scheint ihr nicht geschadet zu haben, sie liest viel und hat Physik als LK gewählt 😉

    Sie hat aber auch andere Geschichten zu hören bekommen, das Grimms Märchenbuch habe ich aber dann doch schnell auf Seite gelegt, als mir wieder bewusst wurde, dass die Originale nicht für Kinder gedacht waren.

    Liebe Grüße
    Stephanie

    • Jennifer

      Liebe Stephanie,
      ich finde Vorlesen auch ganz wichtig! Ich würde allerdings immer erst mit der Geburt des Babys anfangen. Gibt ja Leute, die lesen schon dem Bauch vor 😀
      Egal, ob nun der Inhalt verstanden wird oder nur die Stimme eine beruhigende Wirkung hat – ich denke, die Bindung zum Kind wird einfach stärker! 🙂 Ob die Auswahl dagegen so einen starken Einfluss hat, wage ich mal zu bezweifeln.
      Stell dir mal vor, du hättest stattdessen Mathe-Bücher vorgelesen (und gerechnet?^^) und jetzt hätte sie Mathe-LK 😀
      VG Jennifer

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