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#21 Quergelesen – Der triste November

Nun geht der November zur Neige und in der Leipziger Innenstadt hat schon der Weihnachtsmarkt begonnen. So ganz bin ich noch nicht in weihnachtlicher Stimmung, da passten diese eher tristen Tage ganz gut zu meiner Stimmung. Trotz schöner Sonnenstunden kommt mir der November im Nachhinein recht grau vor. Vielleicht lag es jedoch auch daran, dass ich wenig Freizeit hatte und daher nicht gut ausspannen konnte.

Was habe ich gelesen?

Noch aus dem Oktober habe ich Der Tiger in der guten Stube von Abigail Tucker mit in diesen Lesemonat genommen. Ich habe darin viel über Umweltproblematiken im Zusammenhang mit Katzen erfahren. Aber auch viele andere interessante Details, die Geschichte der Katzen betreffend, habe ich gelernt. Zwar hätte ich mir eher einen chronologischen Abriss gewünscht, aber dennoch hat mir dieses Buch viele interessante Lesestunden beschert.

Weil ich danach endlich mal wieder etwas komplett anderes lesen wollte, habe ich als nächstes Kind aller Länder von Irmgard Keun gelesen. Das Buch ist 1938 erschienen, aber Kiepenheuer & Witsch hat 2016 einen Nachdruck veröffentlicht, so wurde ich auf das Buch aufmerksam. Aktuell ist das Thema Migration ja allemal und sprachlich fand ich es einfach wundervoll gemacht, da die Geschichte aus der Perspektive eines Kindes erzählt ist. So werden viele Probleme der „Erwachsenenwelt“ irgendwie unwirklich und auch unwichtig. Auf diese Rezension freue ich mich jetzt schon sehr.

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Greenwash Inc. von Karl Wolfgang Flender hatte ich bereits vor einigen Monaten begonnen, dann aber als ich Gegen Trump begonnen hatte, irgendwie zur Seite gelegt. Da ich beiden Bücher sich mit Umweltpolitik beschäftigen – wenn auch aus ganz verschiedenen Blickwinkeln – brauchte ich einfach mal etwas anderes. Aber nun habe ich das Buch fertig und die Pause hat mir echt gut getan. Das Buch hat mich sehr mitgenommen und tatsächlich hat es zum Ende hin noch einige Wendungen gegeben, die ich gar nicht habe kommen sehen. Daher konnte ich es nun nach der längeren Pause viel besser würdigen.

Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier hatte ich bereits seit einer ganzen Weile auf meinem SUB liegen. Vor drei oder vier Jahren hatte ich den Film in der Universität gesehen (es ging um Literaturverfilmungen) und es kurz darauf zufällig in einem Antiquariat entdeckt. Nun lese ich es gemeinsam mit Nela, was mir großen Spaß macht. Nela liest das Buch, da es von einem Schweizer Autoren ist, und mit ihrer Ankündigung zu ihrem Themenmonat hat sie mich wieder auf dieses sprachlich sehr schöne Buch aufmerksam gemacht. Ich musste mich ein wenig beeilen, weil sie die ersten 200 Seiten schon gelesen hatte, aber nun lesen wir gemeinsam. 😉 Ich bin auch schon sehr gespannt, welche anderen Schweizer Autoren ich im Dezember noch bei ihr entdecken werde.

Eigentlich sollten dies alle Bücher im November werden, aber bei einem Kaffee im Hugendubel mit einer Freundin habe ich zuuuuuufällig noch eine Neuerscheinung einer meiner Lieblingsautorinnen entdeckt. An Wilde Umarmung von Nalini Singh konnte ich nicht vorbeigehen und ich habe die vier Kurzgeschichten innerhalb von 2 Tagen verschlungen.

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Was war sonst noch los?

Im November endet mein Bürojob, sodass ich demnächst über mehr freie Zeit verfügen werde. Langweilen werde ich mich aber nicht, da schon das nächste Projekt für mich ansteht. Konkret werde ich im neuen Jahr meine Masterarbeit beginnen, aber auch ein neuer Job scheint sich abzuzeichnen. Erstmal werde ich aber den für mich ruhigen Dezember genießen, von Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbummeln und vielen gemütlichen Stunden mit lieben Menschen abgesehen, habe ich kaum etwas geplant. Die Pause wird mir aber gut tun, denke ich, denn zuletzt hatte ich mehr als nur ein wenig Stress und ich merke, wie ich geistig richtig erschöpft bin.

Nichtsdestotrotz habe ich aber auch im November viel interessantes erlebt: Meine beste Freundin war ein paar Tage aus Hessen da, was mich sehr gefreut hat, denn durch die Entfernung sehen wir uns nicht oft. Außerdem konnte ich ihr meinen Freund erstmals vorstellen, was eine aufregende Erfahrung für mich war (noch aufgeregter war ich nur, als ich ihn meinen Eltern vorstellte). Außerdem war ich bei einem interessanten Vortrag zu HateSpeech und Medienkompetenz bzw. Medienpädagogik. Die Vortragende war witzigerweise eine meiner Professorinnen im Bachelor (im Wahlbereich), an die ich mich zumindest noch dunkel erinnern konnte. Im nächsten Jahr wird es von mir wohl ein kleines Special zum Thema HateSpeech geben, ich überlege aber aktuell noch, was und vor allem wie ich tun möchte, sodass ihr euch da ein wenig gedulden müsst.

Die letzte Woche war ich dann mit einigen Kommilitonen in Prag, um ein zweites Mal an dem Kooperationsprojekt Prager Deutsche Literatur teilzunehmen. Letztes Jahr hatte ich bereits ein paar mal über das Projekt berichtet. Auch in diesem Jahr werde ich wieder einen kleinen Rückblick geben, zudem wird es ein paar literarische Impressionen zu Prag geben 😉 Außerdem werde ich irgendwann dieses schöne Schmuckstück lesen, das ich mir zur Erinnerung gekauft habe:

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Hier geht’s zu den alten Berichten:

Eine Hausarbeit, ein Kolloquium und wenig freie Zeit

Tycho Brahes Weg zu Gott und Sprache im Roman – Prager Deutsche Literatur Teil 2

Ich freue mich schon auf Teil 2 des Projektes, der dann im April in Leipzig stattfinden wird. Aber zuerst einmal freue ich mich auf die ruhigere Adventszeit. Zwar hat meine weihnachtliche Stimmung noch nicht so recht einsetzen wollen, aber das kommt sicher in den nächsten Tagen, wenn ich mich an die ersten weihnachtlichen Beiträge setze und auch anfange Weihnachtskarten zu schreiben 😉

Wie war euer Monat? Freut ihr euch schon auf den Advent oder fehlt euch die Stimmung auch noch ein wenig?

 

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