• [Rezension] „Du springst, ich falle“ von Maryam Madjidi

    Dieser Monat entpuppt sich für mich als Monat der Debütromane. Gerade erst habe ich fleißig die Shortlist für Das Debüt abgelesen, um mir am Ende eine fundierte Meinung bilden zu können (hier geht es zu meinem Abschlussbeitrag mit der Bewertung aller Romane im Vergleich). Bereits vor einiger Zeit hatte ich aber noch Du springst, ich falle angefragt, ohne mir bewusst zu sein, dass es sich dabei auch um ein Debüt handelt. Schade eigentlich, denn dieses Buch hätte sich meiner Meinung nach auf der Longlist ebenso gut gemacht. Du springst, ich falle Die kleine Maryam wächst im Iran auf, von den Turbulenzen des politischen Umbruchs merkt sie nichts. Doch ihre Eltern,…

  • [Rezension] Wie ein Anti-Rassismus-Workshop: „Deutschland Schwarz weiß“ von Noah Sow

    Mareike [Crow and Kraken] machte kurz vor der Leipziger Buchmesse auf Deutschland Schwarz weiß von Noah Sow aufmerksam. Direkt nach der Buchmesse veranstaltete sie eine Leserunde, bei der ich sehr gerne dabei gewesen wäre. Leider kam das Leben, wie man so schön sagt, dazwischen. Im Endeffekt habe ich das Buch still für mich gelesen, was Vor- aber auch Nachteile gegenüber einer Leserunde hatte. Willkommen im Rassismus! Von Rassismus bekommt man in Deutschland als weiße Person eher selten etwas mit. Das liegt jedoch keinesfalls daran, dass es keinen Rassismus gäbe. Im Gegenteil ist der Rassismus im Alltag oft so subtil und manche Denkweisen sind uns so grundlegend eingetrichtert, dass wir einfach…

  • [BücherinBüchern] „Die Stadt der träumenden Bücher“ in Bildern erzählt

    Wer hatte ihn noch nicht in der Hand, den Comic zum bekannten Buch Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers? Wahrscheinlich sind es wenige. Walter Moers ist nicht einfach beliebt, er schreibt auch fantastisch gut! Ich selbst habe „Die Stadt der träumenden Bücher“ sowie den Nachfolger Das Labyrinth der träumenden Bücher geliebt und sehr oft gelesen, auch wenn ich erst spät mit Moers in Berührung kam. Mein Zweitbetreuer meiner Bachelorarbeit hatte uns die Bücher während eines Seminars empfohlen und seitdem habe ich einige, wenn auch leider noch nicht alle, Moers gelesen. Klar, dass ich mir auch den Comic einmal näher anschauen wollte – und die Erwartungen hoch waren. Die Stadt…

  • [Rezension] Ein beeindruckendes Zeugnis: LTI von Victor Klemperer

    Im Rahmen meines Studiums wurde mir mehrfach empfohlen die Lingua Tertii Imperii. Notizbuch eines Philologen (kurz LTI) von Victor Klemperer zu lesen. Aus einem spontanen Entschluss heraus, suchte ich mir dann ein paar Mitstreiter auf Twitter und wir lasen in einer lockeren Runde gemeinsam. Eine wundervolle Erfahrung, die ich nur weiter empfehlen kann! Ein beeindruckendes Zeugnis Geschichte Victor Klemperer lehrte ab 1920 Romanistik an der Technischen Hochschule Dresden. Nach dem Inkrafttreten des Reichsbürgergesetzes wurde Klemperer aus seiner Professur heraus in den vorzeitigen Vorruhestand versetzt. Nach und nach wurden seine Möglichkeiten zu arbeiten, sich intellektuell zu betätigen, Teil der Gesellschaft zu sein immer weiter eingeschränkt. Klemperer las dennoch, ließ sich Bücher und Nachrichten von…

  • [Ankündigung] Leserunde zu Viktor Klemperers „Lingua Tertii Imperii“

    Vor einer Weile habe ich auf Twitter herumgefragt, ob jemand mit mir gemeinsam Lingua Tertii Imperii, kurz LTI, von Viktor Klemperer über die Sprache der NS-Zeit lesen möchte. Es haben sich tatsächlich ein paar Menschen gefunden, die mitlesen würden und wir haben dann gemeinsam beschlossen, erst nach der Buchmesse zu starten. Nun wollte ich aber nicht nur bei Twitter die Möglichkeit geben einzusteigen, da es ja auch viele ohne Soziale Medien gibt. Wenn ihr mitlesen möchtet, schreibt es mir gerne in die Kommentare! 🙂 Ich überlege aktuell noch, wie wir es am schlauesten angehen. Das Buch habe ich mir inzwischen aus der Bibliothek ausgeliehen und gesichtet. Die Kapitel sind kurz,…

  • [Bücher in Büchern] Über die Liebe zu Worten

    Vor drei oder vier Jahren habe ich den Film Nachtzug nach Lissabon im Rahmen einer Filmreihe gesehen, bei der Literaturverfilmungen vorgestellt wurden. Damals habe ich mich vor allem auf die historischen Ereignissen konzentriert und mich von der Geschichte gefangen nehmen lassen. Allerdings hatte ich schon damals Lust, das Buch zu lesen um beides miteinander vergleichen zu können. Als ich also einige Wochen später den Roman für einen Euro im Antiquariat entdeckte, musste ich ihn gleich mitnehmen. Dann wandere das Buch jedoch auf den Stapel ungelesener Bücher und ich nahm mir erst einmal andere Romane vor. Als Nela in der Ankündigung zu ihrem Themenmonat It’s all about Swiss Books auch den…