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[Monatsrückblick] Stress, Kisten packen und ein Umzug

Normalerweise beginne ich meinen Monatsrückblick immer mit einer kleinen Rekapitulation meiner gelesenen Bücher. Obwohl ich relativ viel geschafft habe, bedenkt man den Stress der letzten Wochen, möchte ich diesmal die Reihenfolge umkehren.

Was hat mich diesen Monat beschäftigt?

Ich würde ja schreiben, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, aber das klingt dann selbst in meinen Ohren sehr abgedroschen. Bereits vor Wochen, wenn nicht gar Monaten wusste ich, welcher Stress auf mich zukommt. Doch wie das immer so ist, habe ich trotz sorgfältiger Planung vieles einfach unterschätzt. Aber fangen wir ganz von vorne an: Im Januar hatte ich ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch für ein Praktikum und seit Anfang Februar wusste ich, dass ich den Mai bis Juli im schönen Köln verbringen darf. Da ich nicht doppelt Miete zahlen wollte, stand ebenfalls bald fest, dass ich meine Wohnung zur Zwischenmiete anbieten werde. Dazwischen lagen dann noch zwei bereits geplante Familienurlaube und natürlich noch dies und das andere. Im April schließlich musste ich dann richtig viel auf einmal erledigen: Ein Zimmer zur Untermiete in Köln finden, meine Wohnung ordentlich machen und die vorletzte Woche war dann ganz für die Uni vorgesehen, da eine Gruppe Prager Studierenden für den zweiten Teil eines gemeinsamen Projektes unserer beider Universitäten in Leipzig zu Besuch war. Womit wir uns beschäftigt haben und warum, könnt ihr hier gerne noch einmal nachlesen 🙂

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Lange Rede, kurzer Sinn; gefühlt die letzten drei Wochen habe ich Kisten gepackt, organisiert und schnell noch zahlreiche Termine in Leipzig wahrgenommen. Heute morgen saß ich dann im Zug nach Köln und irgendwie kann ich es noch nicht so recht fassen, Lesen in Leipzig liest nun also in Köln. Zumindest für die kommenden drei Monate. Was das für den Blog bedeutet, habe ich mir im einzelnen noch nicht genauer überlegt. Lesen werde ich natürlich trotzdem, und dementsprechend auch rezensieren. Aber viele auf Leipzig bezogene Beiträge müssen nun den Sommer über warten, bis ich wieder in meiner Herzensstadt bin. Für den kommenden Monat habe ich mir ein bisschen was überlegt und muss mal schauen, wie gut oder schlecht ich das umsetzen kann. Erstmal werde ich mich in den kommenden Tagen und Wochen mit der DSVGO auseinander setzen müssen, denn bisher hatte ich dazu einfach noch keine Zeit. Ich denke aber, dass die Umstellung schaffbar ist und erwarte da von WordPress auch noch ein wenig an Information und Anpassungen. Und natürlich möchte ich Köln entdecken, gerne auch den einen oder anderen Kölner Buchblogger treffen und ach ja, hab ich erwähnt, dass ich ein Vollzeit Praktikum mache? Die kommenden Monate werden also vollgepackt sein und ich bin einerseits freudig erregt wegen all der kommenden Eindrücke und frage mich gleichzeitig ungläubig, wie ich das alles nur schaffen soll. Ich bleibe aber optimistisch und lasse nun in den ersten Tagen erstmal alles auf mich zukommen.

Was habe ich gelesen?

Wie oben schon angedeutet, hatte ich tageweise gar keine oder kaum Zeit zu lesen. Ich habe jedoch auch immer wieder gemerkt, dass es mir fehlt eine kleine Auszeit aus dem Alltagsstress zu nehmen, besonders in der sehr stressigen Zeit. Wenn mein Freund also morgens noch geschlafen hat oder abends kurz unter die Dusche verschwunden ist, dann habe ich diese kostbaren Minuten genutzt, um zumindest ein paar Seiten zu lesen. Dazu kam gegen Ende des Monats auch ein wenig der Druck, alle bereits begonnenen Bücher zu beenden. Denn natürlich wollte ich keine 3 halb durchgelesenen Bücher mit nach Köln nehmen, dazu war wirklich nicht genug Platz im Koffer!

Liebe geht immer von Myriam Klatt und Das Ende der Schatten von Thea Harrison waren Anfang April meine beiden Urlaubslektüren. Erstes werde ich, möglichst zeitnah, noch rezensieren, den Harrison jedoch nicht, da er Teil einer längeren Reihe ist und es mir daher sinnfrei erscheint. Wenn überhaupt würde ich in einem solchen Fall den Band 1 vorstellen. Außerdem habe ich in dem Urlaub noch Bestseller von Beka Adamaschwili gelesen, was mich mit seinem Verwirrspiel und der Intertextualität begeistert hat. Für Liebhaber von Meta-Literatur ein absolutes Muss. Hier findet ihr auch noch einmal meine begeisterte Rezension.

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Während des Kisten packens habe ich das Hörbuch Das Universum für Eilige von Neil deGrasse Tyson beendet. Obwohl ich mich wirklich dafür begeistern wollte, hat es mich seltsam unberührt gelassen. Vielleicht sind Fakten auch im Vergleich zu Romanen einfach nicht so gut zu hören und ich hätte es eher als Buch lesen sollten. Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist, bitte hier entlang.

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Außerdem habe ich Ein Bär will nach oben von William Kotzwinkle gelesen. Ein sehr amüsantes Buch, dass ich euch unbedingt noch in der Bücher in Büchern-Reihe vorstellen möchte. Ebenfalls beendet habe ich diesen Monat das Sachbuch Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes von Volker Weiß. Ein langer Titel und ein kompliziertes, wenn auch sehr wichtiges Buch. Ich denke noch ein wenig darüber nach, kann es Interessierten jedoch auf jeden Fall empfehlen! Mit meiner kleinen Lesegruppe über Twitter lese ich außerdem fleißig LTI von Victor Klemperer. Einige haben es schon beendet, ich habe nun knapp über die Hälfte geschafft, aber so hat jeder sein eigenes Lesetempo. Tatsächlich ist LTI, wie auch das Sachbuch von Weiß, kein Buch, dass man nebenbei liest, sondern eines für das man eine gewisse Ruhe und Nachdenklichkeit benötigt.

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Zuletzt habe ich dann noch das eher lustig geschriebene Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen von Shahak Shapira gelesen. Auch hier werden manchmal ernste Töne angeschlagen und ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob ich diesen Mix aus Ernst und Spaß mochte. Auf jeden Fall las sich das Buch zum Monatsende sehr schnell und unkompliziert durch.

Besonders stolz bin ich darauf, dass ich trotz all des Stresses endlich Elefant von Martin Suter rezensiert habe. Grund dafür war natürlich, dass ich das Buch wieder in der Bibliothek zurückgeben musste. Es gibt doch keinen besseren Motivator für ein schnelles Lesen und Rezensieren 😀

Wie war denn euer Monat so? Ich bin leider den gesamten Monat wenig auf anderen Blogs unterwegs gewesen und habe auch ganz selten Rezensionen gelesen. Welche Bücher habt ihr frisch gelesen und könnt sie empfehlen? Habe ich spannende Beiträge bei euch oder anderen verpasst? Lasst es mich gerne wissen 🙂

5 Kommentare

  • ricysreadingcorner

    Willkommen hier in Köln! 🙂

    Das klingt wirklich nach einem stressigen Monat. Ich habe diesen Monat „nur“ meinen Blogumzug hinter mich gebracht und viel Zeit darauf verwendet, alles DSGVO-konform zu machen…das Lesen ist dabei echt etwas auf der Strecke geblieben. Hoffen wir, dass der Mai da etwas entspannter wird.

    In welchem Bereich machst du dein Praktikum?

    Liebe Grüße
    Ricy

    • Jennifer

      Danke! 🙂

      Oh weh, die DSVGO steht mir auch noch bevor. Dafür werde ich wohl ziemlich viel Zeit des Monats Mai aufwenden… Also sieht meine Mai-Lesestatistik am Ende bestimmt auch sehr mau aus 😀 Aber es ist ja kein Wettbewerb! 🙂

      Im Vertrieb. Morgen geht’s los, aber das Team durfte ich schon kennen lernen, die sind alle total super!
      Viele Grüße und vielleicht läuft man sich ja mal zufällig (oder weniger zufällig, weil geplant) über den Weg? 😉
      Jennifer

  • Pialalama

    Hey Jennifer!

    Ich wünsche dir eine tolle Zeit in Köln! Und trotz deines stressigen Monats hast du noch so viel gelesen! Ich sitze seit zwei Wochen an Schätzungsweise neuem Roman und komme nicht wirklich voran … Kann ich was von deiner Lese-Strategie anhaben? 🙂

    Liebe Grüße!

    • Jennifer

      Hi Pia,
      nun ja, der Urlaub Anfang des Monats und die zweimal 6 Stunden nach Köln fahren haben geholfen, da hatte ich viel Lesezeit. Ansonsten habe ich das Sachbuch und den Klemperer nur weitergelesen, da hatte ich jeweils schon viel geschafft. Das täuscht also nen bissl!

      Vor allem sollte es ja kein Wettbewerb sein 😉 Ich glaube, wenn man liest, weil man viel Lesen will, liest man auch unkonzentriert und dann macht es auch keinen Spaß eine lange Leseliste zu haben. Vielleicht sollte ich da mal einen Beitrag drüber schreiben?!
      Viele Grüße aus Köln,
      Jennifer

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