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#19 Quergelesen – Mal wieder zu viel Arbeit

Ihr Lieben,

morgen ist Bundestagswahl 2017! Ich werde vormittags direkt wählen gehen und bin dann den ganzen Tag unterwegs, daher gibt es ausnahmsweise den Wochenrückblick schon am Samstagabend 🙂


Was habe ich gelesen?

Niemand verschwindet einfach so habe ich in dieser Woche beendet. Ein wirklich gutes Buch, das einen aber ein wenig in eine schwermütige Stimmung versetzt. Mit der Rezension werde ich mir daher ein wenig Zeit lassen. Ich habe schon die ersten Rezensionen von anderen gelesen, die einfach nur wirklich gut und dem Buch angemessen waren und ich weiß gerade einfach nicht, ob ich das auch schaffen werde.

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Der Aufkleber klebt übrigens praktischerweise am Zellophan

Mitte der Woche konnte ich auch mein QualityLand von Marc-Uwe Kling aus den Klauen der Post befreien. QualityLand ist typisch Kling, sehr lustig, ernste Themen und gruselige Zukunftsversionen sehr amüsant im Text versteckt. Mein Freund fragte mich mehrfach, worüber ich lache, das spricht schon mal fürs Buch und ich habe erst reingelesen 😀 Auf jeden Fall liest es sich locker-flockig neben den anderen Büchern her, was ich gerade sehr dringend brauche. Was ich auch sehr feiere, ist der technische Hinweis, der sich im Impressum versteckt 🙂

Zuletzt habe ich mit Menandros und Thaïs von Ondřej Cikán begonnen. Zu diesem Buch gibt es auf LovelyBooks eine Leserunde. Leider gab es Schwierigkeiten beim Versand, sodass die Leserunde nun erst sehr verzögert beginnen kann. Das Buch erinnert mich irgendwie ans Theater, was wohl auch an dem griechischen Stoff liegt, den ich sehr stark mit Theater assoziiere.


Was war sonst noch los?

Vor meinem Urlaub blieb sehr viel unfertig und damit habe ich mich diese Woche beschäftigt. So habe ich einige Beiträge Korrektur gelesen, die ich eigentlich schon fast fertig hatte. Außerdem konnte ich auch ein paar private Dinge klären, im Büro, aber auch so Sachen wie leidige Bankgeschichten, die ja immer viel zu lange unerledigt bleiben, weil man einfach keine Lust hat, überhaupt anzufangen.

Am Blog habe ich im Hintergrund auch ein wenig gewerkelt und kann nun stolz verkünden, dass ich sowohl eine allgemeine Übersicht rezensierter Bücher habe als auch eine speziell für Bücher in Büchern habe und ich dort auch schon ein paar Pläne im Hintergrund spinne 😉 Sind die beiden Seiten nicht schön? Sie sind so schön, oder? (Ich hätte ja nicht gedacht, dass es so viel Arbeit ist, eine einfache Übersicht anzulegen…)


Was habe ich erstöbert?

Iris [Die Leserin] hat die Frage in den Raum geworfen, ob eine Rezension nun eigentlich subjektiv sein darf. Und wenn ja, wie stark? Liegt in der Subjektivität vielleicht auch eine Stärke? Sehr interessante Überlegungen, die mich vor meiner nächsten Rezension sehr nachdenklich gestimmt haben.

Vanessa [PalomaPixel] hat gerade heute ihrem Ärger Luft gemacht, dass sich viele Blogs (leider auch unter Buchbloggern) mehr und mehr zu reinen Werbeplattformen entwickeln. Was ich schön finde, ist, dass sie differenziert zwischen Werbung, die zum Blog passt, und Werbung, die vollkommen am Blog und dem Blogger vorbeigeht. Denn nicht die Werbung ist das schlimme an der ganzen Entwicklung, sondern dass vielfach überhaupt kein Bezug mehr zwischen dem Blogger und dem vorgestellten (und damit beworbenen) Produkt besteht. Ich kann mich ihr da nur total anschließen!

Bei Melina [Vanilla-Mind] bin ich über eine ältere Liste gestolpert, mit Büchern, die helfen sollen, die eigene Persönlichkeit (weiter-) zu entwickeln. Es sind mehr oder minder populärwissenschaftliche Ratgeber, aber das bedeutet ja nicht, dass einen solche Bücher nicht trotzdem anregen können 🙂

Tobi [Lesestunden] hat eine Anleitung für Buchblogger zur Fotobearbeitung mit Affinity Photo geschrieben. Mit diesem ganzen Feld der Bilder muss ich mich noch befassen, aber ich glaube, dass der Beitrag da helfen könnte.

Prinzipiell sind ja selbst gemachte Bilder, selbst wenn sie nicht perfekt sind, besser als geklaute Fotos – Ivy [Ivy.Booknerd] hat dazu einen tollen Beitrag geschrieben. Bei ihr geht es um den Ärger desjenigen, der da beklaut wird, wie auch um die rechtlichen Hintergründe.

Hier kommen jetzt zwei Aktionswochen, wenn man das so nennen möchte 😀

Frankreich ist Gastland bei der Frankfurter Buchmesse und da die beständig näherkommt, haben uns nun einige Blogger*innen Frankreich mal ein bisschen näher gebracht. Ramona hat auf Kielfeder eine schöne Übersicht zum diesem literarischen Trip, von dort kann man sich auf alle Beiträge durchklicken und nebenbei auch noch einen französischen Autoren kennen lernen (Mir war er auch neu)

Sarah hat auf Pergamentfalter eine Fabelwesen-Woche! Viele Fabelwesen waren mir bekannt, aber ich habe mich eben auch viel in der Fantasy rumgetrieben. Inzwischen lässt mein Leseinteresse da ein bisschen nach und ich lese mehr Belletristik. Nichtsdestotrotz waren die Beiträge sehr interessant, also klickt euch mal durch 🙂

Und zu guter letzt noch zwei interessante Zeitungsartikel:

Bei Spektrum.de fragt man sich, wie ‚gender‘ die Sprache werden darf. Dieses Thema finde ich super wichtig und die linguistische Sichtweise wird in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig wahrgenommen. Stattdessen wird die Diskussion allzu oft lächerlich gemacht und geht dann völlig am Thema vorbei.

Und auf Süddeutsche.de attestiert man der Germanistik, dass sie sich nicht weiterentwickeln würde. Es gäbe so viel Potential für alle germanistischen Felder, stattdessen verschenkt das Fach viel Zeit beim Versuch, sich seiner Daseinsberechtigung zu rechtfertigen. Nicht alles in dem Artikel stimmt so, aber im großen und ganzen fand ich ihn spannend zu lesen.


Uihuihuih. Ist aber eine lange Liste geworden, diese Woche… Interessiert euch das trotzdem oder wollt ihr lieber eine kleinere Auswahl haben (so fürs nächste Mal gefragt)?

Habt morgen einen schönen Sonntag, vergesst nicht wählen zu gehen und rutscht gut in die nächste Woche! (Und allen eine gute Einschreibung, falls es bei euch nächste Woche auch soweit sein sollte ;))

15 Kommentare

    • Jennifer

      Hi Nela,
      danke schön 🙂
      Ja, ich hab das Thema so ein bisschen in meiner Bachelorarbeit gestreift, seitdem finde ich die Gender Studies super spannend und auch wichtig!
      Sprache zeigt einfach, wie unsere Gesellschaft denkt. Natürlich kann man die Sprache von „oben“ nicht ändern – aber man kann damit Probleme in der Gesellschaft sichtbar machen…

  • Janna | KeJas-BlogBuch

    Gewählt habe ich längst 😉 Morgen steht JGA an, daher Briefwahl.

    „QualityLand“ ist gestern bei mir eingezogen und kann dir mit den ersten Seiten nur recht geben! Optisch ja schon feinst das Buch.

    Oh ja, eine Übersichtsseite ist nicht mal eben wenn man sie das erste Mal einpflegt – finde es aber soooo gut, da kann man so fein stöbern gehen (=

    Hab noch einen feinen Abend!

    • Jennifer

      Hi Janna,
      Briefwahl ist natürlich top – da kann man dann guten Gewissens den Tag verplanen. Ich kam leider zu spät, sonst hätte ich auch Briefwahl gemacht…

      Ja, wobei mich am Anfang der Bucheinband aus dicker Pappe (?), aber den Kuss fand ich cool. Das sieht man ja auch Fotos kaum, aber wenn man dann anfängt zu lesen, versteht man es ja. Und dann eben noch der technische Hinweis 😀
      Einfach nur cool gemacht!

      Ja, ich suche die bei anderen Blogs auch immer, die Übersicht, deshalb war es mir auch wichtig. Aber mensch, wie das dauert!

      Danke, dir auch nen schönen Abend! 🙂

      • Janna | KeJas-BlogBuch

        Wenn die Übersicht steht, ist alles weitere Arbeit von wenigen Minuten (=

        Ich „muss“ Qualityland nun erstmal beiseite legen, da ein Buch noch nicht ausgelesen ist und eine Mini-LR nun anfängt … hoffe ich komme aber ganz schnell wieder dazu!

        Zur Wahl schweige ich heute, muss ich erstmal sacken gelassen … Sprachlosigkeit ist kein Weg, aber bei dem Ergebnis braucht man doch etwas …

  • Sarah

    Hi Jenni,
    danke dir fürs Verlinken!

    Ich war auch direkt vormittags wählen. Lange Schlangen gab es zwar nicht (bei dem kleinen Ort kein Wunder), aber ich glaube, höher war die Wahlbeteiligung schon. Schauen wir mal, was bei raus kommt!

    Deine beiden Übersichtsseiten finde ich super!

    Zu lang finde ich deine Vorstellungen überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wenn es vieles Interessantes gab, dann kann das ruhig auch erwähnt werden, finde ich, auch wenn die Liste dann mal etwas länger wird 😀

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Jennifer

      Liebe Sarah,
      immer wieder gerne 🙂 Wenn du so tolle Aktionswochen machst!

      Mir ist es besonders aufgefallen, weil direkt um die Ecke das Wahllokal war. Also liefen auch den ganzen Tag alle durch meine Straße. Über das Ergebnis ließe sich jetzt viel sagen, aber das geschieht ja derzeit eher auf Twitter…

      Vielen Dank! Ich glaube, dass die echt hilfreich für einen schnellen Überblick sind. Und so kann ich auch schnell nachgucken, ob Autor xy schon mal rezensiert wurde 😀
      Mir geht es weniger darum, ob ich zu viele Links zu anderen setze, sondern ob das im Wochenrückblick nicht erschlägt. Andere haben dazu ja einen kompletten „Stöberbeitrag“ und ich überlege, ob ich das auch trenne. Nun ja, ich denke mal weiter darüber nach 🙂

      Liebe Grüße und ich freu mich auf nächste Woche! 🙂
      Jennifer

  • Sonja

    Den Artikel zum Gendern fand ich interessant, danke! Wenn ich direkt mit jemandem kommuniziere oder einen Text schreibe, der verständlich sein soll, verwende ich natürlich die korrekten Pronomen. Aber in allgemeinen Texten, in denen sozusagen anonyme Personen erwähnt werden, gender ich männlich. Das ist zum Teil Angewohnheit und Bequemlichkeit, zum Teil finde ich es aber auch nicht besonders störend. Hier im Saarland bin ich als Frau „et lo“ („es da“), in meinem Informatikstudium früher gehörte ich „geschrieben“ zu den Jungs. Kann ich mit leben, ist mir nicht wirklich wichtig. Aber ich selbstverständlich auf die richtige Nennung, wenn ich weiß, dass es meinem Gegenüber wichtig ist 🙂

    • Jennifer

      Hi Sonja,
      die Einstellung finde ich total richtig. Es regt sich ja niemand darüber auf, dass er sich nicht angesprochen genug fühlt. Aber durch Sprache entstehen Bilder im Kopf. Und wenn die dann in der letzten Konsequenz dafür sorgen, dass es einen GenderPay Gap gibt, finde ich es schon wichtig, über Sprache an sich nachzudenken. 🙂
      Zumal, wenn man wie ich, ein Sprachwissenschaftsstudium absolviert!
      VG Jennifer

    • Jennifer

      Hi Daniela,
      vielen Dank 🙂 Die Liste ist ja noch nicht so lang, da ich noch nicht so lange blogge, aber ich glaub man kriegt einen ganz guten Eindruck, was ich gerne lese 😀
      Ja, ich schaffe schon meist einiges. Aber trotz allem nimmt man sich ja immer viel zu viel vor und ist dann enttäuscht. Irgendwann werde ich mal erwachsen und das nicht mehr tun. Oder auch nicht… 🙂
      VG Jennifer

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