• [Fundstück] Sich verändernde Sprache und Wirklichkeit

    Heute gibt es bei mir mal wieder ein Fundstück aus dem Netz, über das ich vor kurzem gestolpert bin. Es geht dieses Mal nicht um Literatur, sondern um Sprache, aber auch daran hab ich studienbedingt natürlich ein großes Interesse. In der Taz schrieb Waltraud Schwab „Debatte Sprache und Paragraph 219a Es gibt kein „ungeborenes Leben“ Die Sprache von Abtreibungsgegner*innen reduziert Frauen zum Container des Embryos. So gerät ihr Recht auf Selbstbestimmung in Gefahr.“ Quelle: Taz Sie beschäftigt sich in dem sehr lesenswerten Kommentar mit dem Begriff und der Nutzung von „ungeborenem Leben“ und zeigt einerseits den biologischen Widerspruch auf, den der Begriff beinhaltet, über den aber selten gesprochen wird, und…

  • [HateSpeech] #ichbinhier und Handlungstipps für sichere Diskussion im Netz

    Bei der Recherche zum Thema HateSpeech trieb mich immer wieder die Frage um: Welche Initiativen oder Organisationen gibt es, die im Internet gegen Hass im Netz vorgehen? Mit #ichbinhier möchte ich euch eine von ihnen vorstellen: #ichbinhier – Zusammen gegen Fake News und Hass im Netz von Hannes Ley Die Idee kommt aus Schweden: Unter dem Namen #jagärhär schlossen sich Menschen zusammen, die gegen den Hass im Netz vorgehen wollten. Hannes Ley nahm die Idee auf und übertrug sie ins Deutsche, äußerst erfolgreich wie man sagen kann. Im Dezember 2016 gegründet, haben sich im Januar 2017 bereits 5000 Mitglieder angeschlossen. Anfang Februar 2017 sind es 13.000. Sie schließen sich auf…

  • [Fundstück] Fehlerteufel und fehlerfreie Bücher

    Habt ihr schon einmal einen Fehler in einem Buch gefunden? Wie fandet ihr das? Seid ihr kurz über den Buchstabendreher gestolpert? Ich persönlich sehe Fehler in Büchern zwar hin und wieder, meistens „korrigiert“ mein Gehirn beim Lesen aber bereits schon und erspart mir daher das Stocken über ein Fehlerlein. Anders, wenn ich mich bewusst darauf konzentriere, nach Fehlern zu suchen. Auf jeden Fall kenne ich das von meiner eigenen Arbeit: Hin und wieder hat man mal was übersehen, kann sich eben nicht gleichzeitig auf Inhalt und Grammatik konzentrieren. Deshalb sollte man eigentlich alles Geschriebene (alles wichtige natürlich, nicht den persönlichen Einkaufszettel) noch einmal von jemand anderem Korrektur lesen lassen. In…

  • [HateSpeech] Hass und Mitgefühl im Netz: „Digitale Verrohung“ von Gina Schad

    Wir spüren es alle immer wieder: Besonders im Internet scheint die Kommunikation zu verrohen. Doch stimmt dieses gefühlte Wissen überhaupt? Und wenn ja, woran liegt diese Verrohung? Die Medienwissenschaftlerin Gina Schad hat sich damit näher beschäftigt. Digitale Verrohung von Gina Schad Die Medienwissenschaftlerin hat sich mit dem Internet als Kommunikationsraum auseinander gesetzt. Mit theoretischen Hintergrund, vielen Literaturhinweisen und Beiträgen aus Interviews beschäftigt sie sich mit der Frage: Verroht die Gesellschaft im Netz? Die überraschende Antwort lautet: Nein! Mitgefühl und Empathie werden im Netz genauso stark zum Ausdruck gebracht wie Hass und Kritik. Wenn nicht sogar stärker. Sie fallen jedoch mitunter weniger auf und so entsteht ein Bild von einem verrohten…

  • [HateSpeech] Über den Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung

    In Deutschland herrscht glücklicherweise Meinungsfreiheit. Diese ist als eines unserer höchsten Güter im Grundgesetz verankert und gilt für alle Menschen gleich. Meinungsfreiheit ist grenzenlos, das heißt jeder Mensch darf eine Meinung haben und diese auch aussprechen. Keine Meinung wird vom Staat unterdrückt, denn das Grundgesetz schützt in erster Linie den Bürger vor dem Staat. Meinungsfreiheit ist aber nicht schrankenlos! Was bedeutet das? Das bedeutet, das prinzipiell alles sagbar ist, solange damit nicht die Rechte einer anderen Person eingeschränkt werden (man spricht von den Schranken anderer Gesetze, daher der Name). Rechte anderer Personen können beispielsweise ihre Würde als Person sein. Bezeichne ich jemanden als „Arschloch“ tue ich damit nicht einfach meine…

  • [HateSpeech] Was ist eigentlich eine Beleidigung?: „Der Aufstieg des Mittelfingers“ von Jan Skudlarek

    Wird der Ton rauer oder täuscht uns unser Gefühl? Jan Skudlarek ist Doktor der Philosophie und Lyriker und beschreibt auf amüsante Art und Weise, warum es Beleidigungen immer schon gegeben hat: Der Aufstieg des Mittelfingers von Jan Skudlarek Ob im Internet, im Wartezimmer beim Arzt oder der Schlange im Supermarkt: Beleidigungen gibt es überall. Doch gerade scheint der Trend eher zu immer mehr Beleidigungen zu tendieren. Warum beleidigen einige mit Vorliebe, was ist überhaupt der Sinn einer Beleidigung und wo hört Meinung auf und fängt Beleidigung an? Damit beschäftigt sich Jan Skudlarek auf amüsante und nachvollziehbare Weise. Was ist eine Beleidigung? Zuerst einmal klärt Skudlarek über die Beleidigung auf: Es…

  • [Fundstück] Eine Liebeserklärung an den stationären Buchhandel

    Schon vor ein paar Tagen bin ich über dieses Fundstück im Netz gestolpert, leider kam ich nicht eher dazu, euch diesen Artikel im Börsenblatt zu empfehlen: „Enthemmen Sie sich“ Nina George, die bekannte Autorin, berichtete beim Libri.Campus 2018 über ihre ersten Bibliotheks- und Buchhandelserfahrungen als Kind. Sie verglich die Kauferfahrungen von digitalen Einkäufen mit dem Gefühl in einer Buchhandlung zu stehen. Und schlussendlich wünschte sie sich einen lebendigeren, freieren, individuelleren und enthemmteren stationären Buchhandel, einen Wunsch, den ich nur absolut unterschreiben und nachvollziehen kann. Ich bitte Sie: Verführen Sie mich. Locken Sie mich in Ihren magischen dritten Ort. Verkaufen Sie mir nicht nur Bücher, das kann ich allzu bequem alleine.…

  • [Gedanken] Über die DSGVO und Verantwortung

    Am letzten Wochenende habe ich begonnen, mich in das Thema DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) einzulesen. Ich möchte natürlich, dass mein Blog ab dem 25. Mai 2018, wenn die Verordnung in Kraft tritt, rechtskonform ist. Ich will, dass ich keine Angst vor Abmahnanwälten haben muss und da geht es mir wohl wie jedem anderen Blogger. Nun lese ich also, was ich tun muss, um alles nötige umzusetzen. Ich schaue in Checklisten und recherchiere Abkürzungen und Fachworte. Und stelle fest: Da werden aber verdammt viele Daten gesammelt. Und zwar von diversen Firmen. Von weit mehr als ich gedacht hätte. Auf meinem Blog. Mit dem Aufruf jedes Beitrags von mir. Und das ist dann doch…

  • [Ankündigung] Themenmonat HateSpeech und Sprechen im Netz

    Hallo zusammen, heute möchte ich euch meinen ersten Themenmonat ankündigen. Am 1. Juni soll es losgehen und einen Monat lang möchte ich mich – und euch – mit dem Thema HateSpeech und Sprechen im Netz beschäftigen. Warum HateSpeech? Im letzten Jahr gab es an der Uni Leipzig eine kleine Vortragsreihe zu HateSpeech, bei der ich zwei Veranstaltungen besucht habe. Es ging um Medienpädagogik, aber auch darum, wie sich die Arbeit verändert, wenn man als Medienschaffender, also vor allem als Redakteur oder Journalist, HateSpeech ausgesetzt ist. Ich fand das Thema sehr, sehr spannend und mich interessierte besonders, wie das Thema auf Blogger bezogen werden kann. Angeregt durch die Vorträge habe ich…

  • [Fundstück] Die besten Bücher des Jahres?

    Auf Zeit.Online gab es Literaturempfehlungen und zwar gleich eine ganze Menge. Da ich sowieso erkältet auf der Couch liege, habe ich mich einfach mal durchgeklickt und geschaut, was so dabei ist. Die besten Bücher des Jahres Den großen historischen Roman? Oder doch lieber schlanke, lustige Gedichte? Autorinnen und Autoren von ZEIT und ZEIT ONLINE empfehlen Literatur zu Weihnachten. weiterlesen auf Zeit.de Unterteilt ist die Liste in 6 Kategorien und schon in der ersten Kategorie fällt mir auf: Da wurde keine Empfehlungsliste von Büchern geschrieben, da doppeln sich viele Bücher. Anscheinend haben die Autoren des Textes einfach ihre Lieblingsromane auf Zettel geschrieben – immer mit kurzer Begründung. An sich gar nicht…