Hinter meinem Blog

[Rückblick] Endlich wieder Bücher!

Der März ist im Eiltempo verflogen und das erste Mal seit langem schaue ich auf einen wirklichen Bücherstapel zurück. Das liegt einerseits daran, dass ich ab Mitte des Monats weniger arbeiten musste, andererseits aber auch daran, dass ich versuche mehr zu lesen und weniger Zeit auf Twitter zu verbringen. Mitunter klappt das schon ganz gut und sorgt dafür, dass ich euch heute ein wenig mehr Lesestoff präsentieren kann als es die letzten Monate der Fall war.

Was habe ich gelesen?

Zu Anfang des Monats habe ich meine Familie besucht und mich am Bücherregal meiner Mutter bedient. So habe ich Engelsgift aus der Gilde der Jäger-Reihe von Nalini Singh auf der Rückfahrt nach Leipzig gelesen. Ab und an bin ich ganz froh über Romane, die ich ganz unanalytisch einfach verschlingen kann. Natürlich könnte ich auch in dieser Reihe und insbesondere in diesem Buch die Geschlechterdarstellungen kritisieren, aber welchen Zweck hätte dies? Ab und an muss man aus reinem Selbstschutz auch einmal den Kopf ausschalten…

Als nächstes habe ich darum folgerichtig Age of Trinity – Das Licht des Ozeans von Nalini Singh gelesen. Auch dies war für mich ein Buch zum Kopf ausschalten, was ich selbst im größten Arbeits- und sonstigem Stress lesen konnte. Die beiden Serien begleiten mich nun seit vielen Jahren und ich bin immer wieder fröhlich, wenn ich sehe, dass es einen Nachfolgeband gibt. Nur wenige Serien fesseln mich über einen solch langen Zeitraum!

Neben der etwas seichteren Lektüre habe ich aber auch noch ein Leseprojekt verfolgt und weiter gemeinsam mit einer Freundin Das weibliche Prinzip von Meg Wolitzer gelesen. Eine ausführliche Besprechung gibt es dazu sobald wir unserem Abschluss-Skypegespräch hatten. Mein bisheriges Urteil lautet aber, dass man sich die Lektüre getrost sparen kann. Hätte ich das Buch alleine gelesen, hätte ich es wohl abgebrochen.

Nebenher habe ich noch Die Känguru-Apokryphen von Marc-Uwe Kling als Hörbuch gehört. Ich weiß nicht, ob ich einfach einen schlechten Lauf hatte, aber auch hier war ich nicht recht überzeugt. Das liegt aber bei Kling eher daran, dass er mit der Känguru-Trilogie ein solch hohes Niveau vorgelegt hat, daneben wirkten die jetzigen Episoden einfach ein wenig lieblos.

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Ansonsten stand der Monat März für mich ganz im Zeichen der politischen Sachbücher: #tunwirwas. Wie unsere Generation die Politik erobert von Herr & Speer, Darf man in einem Rechtsstaat auch links fahren? Ein unterhaltsamer Kurztrip durch unsere Staatsform von Florian Haase und Macht Platz. Über die Jugend von heute und die Alten, die überall dick drin sitzen und über fehlenden Nachwuchs schimpfen von Madeleine Hofmann habe ich alle gelesen oder beendet in den letzten beiden Wochen. Die Titel verraten die Richtung schon ein wenig, in Kürze gibt es von mir eine Überblicksrezension und dann bin ich sehr gespannt auf eure Reaktionen 😉

Als letztes Buch des Monats habe ich Ich fahre nach Madrid von Naira Gelaschwili gelesen, eine sprachlich sehr interessante Novelle über Freiheit. Das schmale Büchlein hatte ich mir bereits auf der Frankfurter Buchmesse gekauft, habe es aber bisher einfach nicht geschafft es zu lesen. Wahrscheinlich fehlte mir einfach die innere Ruhe…

Aktuelle Lektüre

Aktuell lese ich seit Anfang dem 8. März Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf für mein Leseprojekt, zu dem ich gleich noch etwas sagen werde. Außerdem habe ich passend zur Buchmesse das Sachbuch Schlaf wirkt Wunder von Hans-Günther Weeß, was gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich ist, begonnen. Gibt es ein passenderes Buch als Einschlaflektüre?

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Ebenfalls vor ein paar Tagen habe ich So oder so ist das Leben von Benedikt Feiten begonnen, nachdem Sebastian Wolter es auf der Buchmesse so schwärmerisch empfohlen hatte.

Was war sonst noch los?

Irgendwie war mein März ganz schön vollgepackt: Zu Anfang des Monats fand die große Tagung statt, die ich bereits seit langem mitorganisiert hatte. Wie das bei Tagungen so der Fall ist, war ich in dieser Zeit viel zu müde um überhaupt nur an Bücher zu denken! Direkt danach erwischte mich dann, auch das ist ja beinahe so üblich, eine Erkältung, die aber glücklicherweise nur ein paar Tage anhielt. Pünktlich zur Buchmesse war ich wieder fit!

Die Leipziger Buchmesse hat mich dann mit ganz viel Motivation und Input zurückgelassen, weil einerseits natürlich wunderbar ist, andererseits fehlt mir momentan einfach die Zeit zum Bloggen, sodass ich leider meine ganzen neuen Ideen gar nicht umsetzen kann… Ich hoffe, dass sich dies im April wieder ändert und ich auch die ganzen Rezensionen nachschreiben kann, die ich noch offen habe. Ich habe nämlich wirklich viele begonnene Rezensionen mit Unmengen an Notizen, die ich eigentlich nur noch schreiben müsste. Um mich in dieser Hinsicht ein wenig zu motivieren habe ich letzte Woche zumindest einmal alle alten Kolumnen-Ideen oder sonstige Beiträge gelöscht, die ich teils schon vor über einem Jahr begonnen hatte und die ich sicherlich nie fertig stellen werde. So schrumpfte mein Entwürfe-Ordner von etwa 80 Entwürfen auf ca. 35 Entwürfe zusammen. Hoffentlich sorgt das dafür, dass ich einen freien Kopf kriege und demnächst meine Schreibunlust überwinde. Wenn das nicht klappt, weiß ich nämlich langsam auch nicht mehr weiter… Einen Buchmessen-Rückblick möchte ich aber dennoch demnächst verfassen, einfach weil ich so viele spannende Dinge entdeckt hatte, die ich euch unbedingt noch zeigen möchte!

Blog

Im März habe ich mit zwei Leseprojekten gestartet: Aufgerufen durch Eva-Maria nehme ich seit dem 8. März (dem Internationalen Weltfrauentag) an der Lesechallenge #WirlesenFrauen teil. Meine Leseliste hatte ich euch bereits Anfang des Monats vorgestellt. Tatsächlich habe ich dann aber keines meiner eigentlich geplanten Bücher gelesen. Mit Macht Platz! von Madeleine Hofmann ist allerdings zumindest ein spannendes Buch dabei, bei dem ich mir noch überlegen muss ob es tatsächlich ein Sachbuch ist oder nicht doch eher ein Essay. Außerdem habe ich mit Naira Gelaschwilis Ich fahre nach Madrid das Buch einer georgischen Autorin gelesen, was meinen persönlichen Horizont auf jeden Fall erweitert hat!

Ebenfalls am 8. März habe ich mein persönliches Leseprojekt gestartet, in welchem ich Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf in Echtzeit lese. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, wenn noch jemand mitmachen möchte. Bisher weiß ich von ein paar Leuten, die mit mir lesen, auch wenn wir uns aktuell noch nicht allzu stark über das Buch austauschen. Das wird sich aber in den kommenden Wochen sicherlich ändern.

Ansonsten möchte ich euch insbesondere auf mein Kurz-Interview mit Sebastian Wolter, einem der beiden Verleger des Indie-Verlags Voland & Quist, hinweisen, der sich mit mir über die Konsequenzen der KNV-Insolvenz unterhalten hat.

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Und wer etwas über das Chaos rund um die Anmeldung meiner Masterarbeit lesen möchte, der kann sich diesen persönlichen Bericht ansehen. Aktuell verbringe ich etwa 4 Tage pro Woche in der Bibliothek und arbeite an meinem Theorieteil. Ich bin gespannt wie ich vorankommen werden, nun da die Uni wieder begonnen hat, meine WHK-Stelle ausgelaufen ist und mein Tag wieder eine etwas „studentischere“ Struktur hat. Ihr dürft mir die Daumen drücken und bei Interesse halte ich euch gerne auf dem Laufenden!

Wie war euer März? Was war euer März-Highlight?

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