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[Gebacken] Zucchinikuchen mit Zitronenglasur

Die Anregung für dieses Rezept habe ich aus dem Buch Gemüseliebe von Tina Ganser, das ich im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks zugeschickt bekommen habe. Da ich euch einerseits das Buch gerne vorstellen wollte – und andererseits jeder zweite Küchenversuch bei mir in einem Drama endet – dachte ich, das ließe sich doch für uns alle amüsant vorstellen 😉


Rezept

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Zutaten, fast nach Rezept

Für den Teig:

4 Eier
180 g Zucker
1 Prise Zimt
200 g Zucchini
200 g gemahlene Kürbiskerne
50 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz

(Glasur siehe unten)


Gebacken

Schritt 1: Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Das ist der Punkt, den ich in Rezepten grundsätzlich nicht befolge. Ich denke immer, dass die Vorbereitungen bestimmt länger dauern als im Buch angegeben. Und dann verpufft ja die ganze Energie. Also wird der Ofen erst angemacht, wenn sich der Back- (oder alternativ Koch-) Prozess dem Ende zuneigt.

Schritt 2: Eier trennen. Eidotter mit Zucker und Zimt schaumig schlagen.

Tja. Da hörts bei mir auch schon auf. Ich weiß, ich weiß, es gibt da tolle LiveHacks. Aber ich bin absolut unfähig, Eier zu trennen. Irgendwann schaffe ich mir mal so ein Gerät zum Eiertrennen an. Bis dahin backe ich entweder Rezepte nach in denen keine Eier getrennt werden – oder ich ruf meinen Freund zu Hilfe, der ja glücklicherweise etwas bewanderter in der Küche ist. Habe also den Schatz gerufen und ihn Eier trennen lassen. Danach konnte ich dann Eidotter und Zucker und Zimt schaumig schlagen. Ich nehme dabei (nach Augenmaß) immer ein bisschen weniger Zucker als im Rezept angegeben, denn sonst wird es mir zu süß (Ja, bei Kuchen gibt’s das!)

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Schritt 3: Zucchini fein reiben und Wasser ausdrücken. Kürbiskerne mit Mehl und Backpulver vermengen.  Eiklar mit Salz zu Schnee schlagen.

Weiter geht’s im lustigen Rezepte-Nichtbefolgen. Ich habe die Zucchini fein gerieben, dachte mir aber, dass das mit dem Wasser bestimmt nicht so dramatisch ist. Außerdem war mir nicht ganz klar, wie ich das Wasser rausdrücken soll – außer mit einem Küchenhandtuch, aber das ist dann auch ruiniert. Also hab ich das Wasser dringelassen.

Als nächstes kommen die Kürbiskerne ist Spiel – bzw. wären ins Spiel gekommen. Denn wer sich das Zutatenbild oben genau angeguckt hat, hat sich bestimmt schon über deren Fehlen gewundert 😉 Ich hab nämlich im Supermarkt keine bekommen und es daher einfach mit Haselnusskernen versucht. Das war auch einer der Variationsvorschläge am Rand 🙂 Die Zucchinimasse wurde dann unter den Teig gerührt, ebenso der Eischnee mit Salz, den ich vorher gerührt hatte.

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Schritt 4: Tortenform buttern und bebröseln, Teig eingießen und für 20 Min backen

Da ich ein fauler Mensch bin, spare ich mir auch das Buttern meist, sondern lege stattdessen Backpapier in die Form, sodass man den Kuchen nach dem Backen gut lösen kann. Die Butter selbst ändert meiner Meinung nach nichts am Ergebnis, es geht ja nur um das einfachere Lösen aus der Form. Das klappt bei flachen wie hohen eckigen Formen prima – bei Rundformen habe ich es noch nicht ausprobiert.

Leider hatte ich ausgerechnet an dem Tag kein Paniemehl mehr zum bebröseln (Uppsi. Ich sollte wohl häufiger einkaufen gehen) und daher diesen Schritt gar nicht befolgen können. Gerade bei der abschließenden Glasur wurde es dann nochmal klebrig, da die Brösel sich wahrscheinlich besser mit der Glasur verbunden hätten, als der reine Kuchen.

Schritt 5: Glasur! 200 g Staubzucker mit 4 EL Zitronensaft verrühren, auf Kuchen verteilen und mit 30 g Mandelblättchen bestreuen

Wie man unten sehen kann, waren die Mandelblättchen auch aus. Die Glasur war dennoch lecker, auch wenn sie mir ein wenig zu fest geraten ist und sich die Glasur deshalb nicht so super streichen ließ.

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Dennoch schmeckte der Kuchen sehr lecker, wenn man auch die Zucchini eher erraten musste, und die Kollegen im Büro haben sich gefreut und brav alles aufgegessen! 🙂


Das Buch

Tja, wenn man sich nicht ans Rezept hält, kann man auch das Buch nicht bewerten. 😉

Nee, Quatsch. Mal allgemein gesprochen: Ich mochte das Kochbuch sehr gerne. Die Bilder sind wirklich fantastisch und die Rezepte haben immer was spezielles. Der Nachteil ist natürlich, dass das spontane Nachkochen oft aus Zutatenmangel nicht möglich ist. Da wirds dann doch nur Tomatensauce – ist ja auch Gemüse.

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Die Aufteilung im Buch war recht übersichtlich, ich mochte besonders die Hinweise am Rand, wie man beispielsweise Gemüsereste in anderen Rezepten weiter verwerten könnte. Auch da ist natürlich ein wenig Weitsicht nötig, was die Zutaten angeht. Auch die allgemeinen Hinweise erschienen mir ausführlich und hilfreich, wobei mir noch eine Übersicht fehlte, welche Rezepte vegan sind und welche „nur“ vegetarisch. Bei einem gemischten Kochbuch erwarte ich das einfach. Zudem waren manchmal die Gemüsesorten auch einfach Salatbeilage und sollten wohl nur den Bezug zum Titel herstellen.

 

Insgesamt finden sich im Buch aber viele leckere Rezepte und viele Anregungen zum Nachkochen und Backen. Man kann sich Inspirieren lassen oder Rezepte für sich anpassen, zu vielen Rezepten werden auch gleich Variationsvorschläge mitgeliefert – perfekt für Einsteiger.


Hier geht’s zum Buch

Gemüseliebe – 100 vegetarische Jeden-Tag-Rezepte von Tina Ganser

löwenzahn

264 Seiten, 24,90 Euro

ISBN 978-3-7066-2607-1

Vielen lieben Dank an Tina Ganser und LovelyBooks für das kostenfreie Exemplar!

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