• [Rezension] Was soll man davon halten? „The Future is Female!“ von Scarlett Curtis (Hrsg)

    Feministische Bücher sind meistens richtig gut oder richtig schlecht, aber selten irgendwas dazwischen. Aufgrund vieler begeisterter Rezensionen wollte ich unbedingt ebenfalls einen Blick in The Future is Female! werfen. Nach einem kurzen Schreckmoment habe ich das Buch dann aber schnell wieder beiseite gelegt und danach lange gemieden. Über Ostern habe ich es dann doch gelesen und seitdem überlege ich, ob ich das Buch denn nun gelungen oder furchtbar finden soll. The Future is Female. Was Frauen über Feminismus denken Heute gibt’s statt eigener Zusammenfassung ausnahmsweise mal den Klappentext, meine Meinung und Erläuterung dann wie gewohnt unten und dabei werde ich auch auf den Inhalt eingehen! „Die Welt, in der Frauen…

  • [Rezension] Politikbücher zum Einsteigen für junge Menschen: #tunwirwas, Macht Platz! und Darf man in einem Rechtsstaat auch links fahren

    In den letzten Wochen habe ich einige politische Sachbücher gelesen, ein paar weitere werde ich demnächst noch lesen. Vorerst möchte ich euch in einer kleinen Sammelrezension ein paar Einsteiger-Titel zur politischen Teilhabe vorstellen! Zum Anfangen: #tunwirwas Der erste Titel ist ein absolutes Mitmach-Buch: #tunwirwas. Wie unsere Generation die Politik erobert lädt zum Mitmachen ein. Die beiden jungen Europa-Aktivisten Vincent Speer und Martin Herr beschreiben anschaulich wie sie selbst ihre aktivistische Arbeit begonnen haben. Ein ganz allgemeiner Abschreckungsfaktor ist oftmals der Gedanke, dass man selbst eigentlich gar keine ‚Politik machen‘ möchte. Anhand ihrer eigenen Ereignisse zeigen die beiden sehr schön, dass man sich im Großen wie im Kleinen für eine Sache…

  • [Rezension] Selbstdarstellung und sozialer Erfolg: „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling

    „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling, zwei Rezensionen im Vergleich: Luise von aufgeblättert schrieb im Gegenzug, warum ihr das Buch nicht gefallen hat. Diese von uns so gewollte Gegenüberstellung unserer Rezensionen soll zeigen, das Geschmäcker zum Glück verschieden sind. Bildet euch eure eigene Meinung! Der Selbstdarstellungsdruck in den sozialen Medien steigt zunehmend. Ob Beruf oder Privatleben – wir teilen alles und alles muss natürlich fantastisch sein. Genau diesen Teufelskreis aus Selbstoptimierung und Selbstdarstellung unterzieht Kathrin Weßling mit ihrem Buch Super, und dir? unter einen kritischen Blick. Worum geht es in dem Buch? Von außen betrachtet lebt Marlene Beckmann ein perfektes Leben: Sie ist intelligent, Jahrgangsbeste in der Schule und studiert…

  • [Rezension] Gar nicht einschläfernd: „Schlaf wirkt Wunder!“ von Hans-Günter Weeß

    Selten bin ich bei einem Buch so oft eingeschlafen. Am Inhalt lag dies aber wirklich nicht! Ganz im Gegenteil habe ich doch vieles über mich selbst gelernt und mich in der einen oder anderen Beschreibung wiederentdeckt… Warum über Schlaf lesen? Am Sonnabend der Leipziger Buchmesse habe ich das Sachbuch Schlaf wirkt Wunder begonnen. Könnte es ein besseres Buch zum Messetrubel geben? Anfänglich war ich zwar neugierig auf ein paar Fakten zum Schlafen, eigentlich dachte ich aber, dass ich bereits einiges über den Schlaf und auch mein eigenes Schlafverhalten weiß. Bereits in den ersten Abschnitten wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Wie bereits der Untertitel Alles über das wichtigste Drittel unseres…

  • [Rezension] Ein Buch wie ein Film: „Superhero“ von Anthony McCarten

    Lange bin ich aufgrund der Geschichte vor diesem Buch zurückgeschreckt. Im Urlaub habe ich mich überwunden und das Buch begonnen, nur um es in wenigen Tagen durchlesen… Superhero von Anthony McCarten Donald ist 14 Jahre alt und schwerkrank. Krankenhausbesuche und der Kampf gegen den Krebs bestimmen seinen Alltag – und den seiner Familie. Doch während seine Mutter akribisch alles über Erkrankungen liest, was sie auftreiben kann, und sein Vater in seiner Hilflosigkeit erstarrt, flüchtet Donald sich lieber in seine eigene Welt. In Comics schafft er sich eine Welt nach seinem Vorstellungen. Und einen Superhelden, den nichts töten kann. Dabei würde er eigentlich gerne ein normales Leben leben – und endlich…

  • [Rezension] Das Scheitern als Lebensform: „So oder so ist das Leben“ von Benedikt Feiten

    Manche scheitern an kleinen Aufgaben, manche am gesamten Leben. Benedikt Feitens Figur des Anton Lobmeiers gehört zu letzterer Gruppe. Den Roman kann man jedoch nicht als gescheitertes Werk bezeichnen. So oder so ist das Leben Anton Lobmeier hat es nicht leicht: Was er auch anpackt geht schief. Als seine Beziehung zerbricht, seine beste Freundin von einem Tag auf dem anderen von der Bildfläche verschwindet und seine Mutter unerwartet verstirbt, beschließt er von nun an aus dem Scheitern eine Kunst zu machen. Er kündigt seinen Arbeitsplatz und fährt von nun an Pizzen aus. Und entdeckt, dass es im Leben um mehr geht als den schönen Schein. Denn im Scheitern liegt eine…

  • [Graphic Novel] Über Andersartigkeit: „Schattenspringer“ von Daniela Schreiter

    Bereits seit längerem stand die Graphic Novel Schattenspringer auf meiner Wunschliste, dann hatte ich sie mir gegönnt. An nur einem Abend habe ich das Buch durchgelesen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Lektüre kann ich daher nur jedem ans Herz legen!  Was war Autismus noch mal?! Autismus ist ein großes Wort und dahinter verbergen sich viele verschiedene Facetten einer komplexen Entwicklungsstörung. Kein Wunder, dass es für Nicht-Betroffene schwierig ist, die Störung und ihre Auswirkungen auf den Alltag nachzuvollziehen. Meine eigenen Kenntnisse über Autismus beruhten bislang vor allem auf Darstellungen in Büchern (oftmals durch Rand- oder Nebenfiguren) oder Filmen. Dass die Darstellung in der Regel sehr stereotyp…