• [Rezension] Bedrückend und schonunglos: „Mercy Seat“ von Elizabeth H. Winthrop

    Als Janna von Kejas-Blogbuch letztes Jahr fragte, wer sich gerne an einem kleinen Wanderbuch beteiligen möchte, war ich sofort neugierig. Mercy Seat hätte ich von mir aus wahrscheinlich nicht gelesen, obwohl die Thematik interessant ist. Allerdings ist die Geschichte auch nicht ohne… Mercy Seat von Elizabeth H. Winthrop Louisiana 1943: Der schwarze Will Jones soll ein weißes Mädchen vergewaltigt haben. Er wurde rechtskräftig verurteilt und nun soll er auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden. Gespannt warten die Einwohner der kleinen Südstaatenstadt auf Mitternacht. Ob das Urteil richtig ist und was der örtliche Ku-Klux-Klan damit zu tun hat, fragt sich kaum jemand. Auch nicht, ob man dabei ist einen jungen Mann…

  • [Rezension] Emotional und mitreißend: „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler

    Ganz selten kann mich Jugendliteratur wirklich berühren, mitreißen, in den Bann ziehen. Ulla Scheler hat dies mit Und wenn die Welt verbrennt geschafft und ich bin dankbar für dieses Buch! Ihr Debüt Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen werde ich mir definitiv noch näher ansehen… Und wenn die Welt verbrennt von Ulla Scheler Felix zeichnet Menschen mit Kreide, mit nur wenigen Blicken scheint er eine besondere Tiefe wahrzunehmen. Deshalb ist er vom ersten Blick an fasziniert von dem Mädchen, das ihn beobachtet und selbst unsichtbar bleiben möchte. Alisa verbirgt vieles, doch Felix scheint in ihr Inneres sehen zu können. Sie öffnet sich ihm und lässt ihn immer näher an…

  • [Rezension] Furioses Verwirrspiel: „Der letzte Huelsenbeck“ von Christian Y. Schmidt

    Der letzte Huelsenbeck ist eines von fünf Büchern (lustigerweise das letzte), die ich im Rahmen der Jury-Bewertung für den Bloggerpreis Das Debüt gelesen habe. Meine Gesamtbewertung und auch den Vergleich der Bücher veröffentliche ich in einem seperaten Beitrag. Der letzte Huelsenbeck Eigentlich will der gealterte Daniel zurückgekehrt nach Berlin nur seine Ruhe, nach jahrelanger Abwesenheit in Ostasien hat er eigentlich auch kaum noch Bezugspunkte in Deutschland. Doch die Beerdigung eines Jugendfreundes setzt merkwürdige Begebenheiten in Gang. Daniel sucht seine ehemaligen Freunde und Mitglieder der Huelsenbecks (eine Gruppe junger Männer, die sich in Anlehnung an einen der Gründer des Dadaismus nach ihm benannten), die sich ganz dem Dadaismus verschrieben hatten, und…

  • [Rezension] Über Freundschaft, Erwachsenwerden und Lebensträume

    Als wir unbesiegbar waren von Alice Adams Sommer, 1995. Die vier Freunde Eva, Benedict, Sylvie und Lucien verleben ihren letzten gemeinsamen Sommer. Denn das Ende ihrer Studienzeit markiert den Wendepunkt in ihrer aller Leben. Während die einen feste Pläne für ihr Leben haben, geben die anderen sich unerreichbaren Träumen hin. Doch mit der Zeit und den Veränderungen, die eintreten, driften ihre Beziehungen auseinander. Jeder von ihnen erlebt alleine Höhe- und Tiefpunkte und alle fragen sich, warum es so schwer ist, Freundschaft am Leben zu erhalten? Was bereut man im Leben? Alice Adams erzählt in ihrem Debütroman einerseits von Freundschaft, aber auch vom Verlust der Jugend und Unbeschwertheit. Über 20 Jahre…