• [Rezension] Über ein junges Mädchen voller Kraft: „In der Nacht hör ich die Sterne“ von Paola Peretti

    Heute erschien In der Nacht hör ich die Sterne von Paola Peretti. Das Buch erhielt ich eher ungeplant, obwohl es sich wie man anhand der Fotografie sehen kann um ein Leseexemplar handelt. Es wurde von jemandem aussortiert und erreichte mich daher über einen Zufall. Das Cover und die Beschreibung haben mich jedoch neugierig gemacht, sodass ich das Buch als Reiselektüre regelrecht verschlungen habe. Einfühlsam und bewegend Die junge Mafalda leidet an einer seltenen Netzhauterkrankung. Innerhalb der nächsten sechs Monate wird sie auch die spärlichen Reste ihres Augenlichtes verlieren. Was auf den ersten Blick wie ein sehr düsterer Stoff wirkt, entpuppt sich jedoch als herzzerreißende und mutmachende Geschichte über ein 9-jähriges Mädchen,…

  • [Rezension] Der Künstler als Klischee?: „Leinsee“ von Anne Reinecke

    Leinsee, das frisch erschienene Debüt von Anne Reinecke, ist ein Buch von dem ich vorab bereits viele positive Stimmen gehört hatte und dementsprechend neugierig war ich. Der Klappentext kitzelte meine Neugier dann allerdings nicht so sehr. Im Rahmen einer Veranstaltung habe ich das Buch dennoch auf der vergangenen Leipziger Buchmesse geschenkt bekommen und aus Neugierde habe ich es vergangene Woche gelesen. Leinsee von Anne Reinecke Karl ist ein Künstler mit einem großen Erbe: Seine Eltern sind DAS gefeierte und umgarnte Künstler-Ehepaar der Gegenwart. Seine eigene Beziehung zu seinen Eltern ist durch seine Internatszeit jedoch durchwachsen. Als sein Vater sich umbringt und die Mutter schwer erkrankt, muss er an seinen Heimatort…

  • [Rezension] Selbstakzeptanz statt Selbstanpassung: „Liebe geht immer“ von Myriam Klatt

    Eigentlich lese ich kaum New Adult, denn ich fühle mich zu alt für jugendliche Charaktere, deren Figurenentwicklung meist nicht allzu stark ist und deren kindische Probleme mich gelinde gesagt oft schon nach der Hälfte des Buches langweilen. Als Myriam Klatt mich fragte, ob ich ihr frisch gedrucktes Buch lesen wollen würde, habe ich daher lange gezögert. Dann habe ich mich doch dafür entschieden, weil sie mir versprach, dass sie mit der gängigen Entwicklung in diesem Genre bewusst spielen wollte. Liebe geht immer von Myriam Klatt Für Charlotte sieht es gerade gar nicht gut aus: Nicht nur stellt ihr Freund eine schlanke und gut aussehende neue Moderation ein, er gibt ihr…

  • [Rezension] Über Freundschaft, Erwachsenwerden und Lebensträume

    Als wir unbesiegbar waren von Alice Adams Sommer, 1995. Die vier Freunde Eva, Benedict, Sylvie und Lucien verleben ihren letzten gemeinsamen Sommer. Denn das Ende ihrer Studienzeit markiert den Wendepunkt in ihrer aller Leben. Während die einen feste Pläne für ihr Leben haben, geben die anderen sich unerreichbaren Träumen hin. Doch mit der Zeit und den Veränderungen, die eintreten, driften ihre Beziehungen auseinander. Jeder von ihnen erlebt alleine Höhe- und Tiefpunkte und alle fragen sich, warum es so schwer ist, Freundschaft am Leben zu erhalten? Was bereut man im Leben? Alice Adams erzählt in ihrem Debütroman einerseits von Freundschaft, aber auch vom Verlust der Jugend und Unbeschwertheit. Über 20 Jahre…