• [Rezension] Ein Kurzroman mit Wucht und viel Inhalt: „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ von Stella Delaney

    Obwohl mein Osterurlaub schon eine Weile her ist, wollte ich euch unbedingt noch das feine kleine Buch von Stella Delaney vorstellen, das mir ein paar wunderbare Lesestunden am Strand beschert hatte. Die nächste Ferienzeit rückt ja erfreulicherweise auch schon wieder näher… Vormerkungen Ganz untypisch starte ich noch kurz mit einer persönlichen Vorgeschichte: Für die Lesechallenge #WirLesenFrauen von Eva-Maria war ich während der Buchmesse gezielt auf der Suche nach einem Buch aus einer Autorinnenvereinigung (Hier geht’s nochmal zu meiner persönlichen #WirLesenFrauen-Leseliste). Die meisten Bücher, die in den mir bekannten Vereinigungen erscheinen, sind jedoch rein vom Genre eher nicht mein Fall. Daher war ich schon ein wenig verzweifelt, welches Buch ich für…

  • [MF] Meinungsfreiheit, Klima, Zukunft: Meine Lieblingsdystopie

    Irgendwie habe ich fast mit einer Frage zu politischen Büchern gerechnet, nachdem das Wochenende mit der Europawahl gerade erst vorüber ist. Selten war meine komplette (!) Timeline so einhellig mit einem Thema beschäftigt. Mit einer gewissen Faszination (und auch einem leichten Hang zur Aufregung) habe ich zudem das Spektakel der CDU online verfolgt. Was man nun auch von Rezos Video halten möchte, es ist doch toll, wenn sich möglichst viele Menschen mit Politik beschäftigen! Und man sollte niemandem am Anspruch sachlicher Auseinandersetzung und journalistischer Sorgfaltspflicht messen, der kein Journalist ist. Die Unbeholfenheit der CDU im Umgang mit dem Video, aber auch der daran anschließenden Kritik in den Sozialen Medien war…

  • [Bücher] 3 Last-Minute-Empfehlungen zum #Indiebookday!

    Heute ist #Indiebookday! Der Tag soll Aufmerksamkeit für Indie-Verlage und -Bücher schaffen. Mitmachen könnt ihr ganz einfach, indem ihr heute ein Indie-Buch kauft (egal ob spontan entschieden oder eines, was ihr euch schon lange anschaffen wolltet) und ein Foto von diesem Buch in den Sozialen Netzwerken mit dem #Indiebookday teilt. Wer noch mehr Informationen zur Aktion, zur Geschichte und den Initiatoren haben möchte, kann mal hier schauen. Und für alle, die heute spontan in den Buchladen gehen um sich ein Indie-Buch zu kaufen und noch keine schöne Idee habe, habe ich drei Last-Minute-Empfehlungen, die ich zuletzt auf Buchmessen entdeckt habe. Kleiner Hinweis vorab: Alle drei Bücher interessieren mich persönlich sehr, gelesen…

  • [Hörbuch] „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen hatte mich bereits sehr begeistert, sowohl von der Story her als auch das Hörbuch selbst. Ich finde es fantastisch, wenn solche Themen, die mich sonst eher in Dokumentation beschäftigen, auch in die Literatur hineinreichen. Den Nachfolger und, wie ich inzwischen herausgefunden habe, zweiten Teil eines Klima-Quartetts musste ich daher unbedingt auch hören. Zwar waren wenige wirklich begeistert von diesem zweiten Teil, doch die Neugier war stärker. Die Geschichte des Wassers 2017. In Norwegen kämpft die Umweltaktivistin Signe gegen das Ausbrechen von Eisbrocken aus ihren geliebten Fjorden. Was als Luxusgut verkauft wird, bildet den Lebensraum von vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Sie begibt sich mit ihrem Boot…

  • [Rezension] Über Macht und Manipulation

    Wie viel Sicherheit kann man in Freiheit haben? Wie viel Freiheit bleibt bei absoluter Sicherheit? Fremdes Land von Thomas Sautner Was für eine grandiose Zukunft: Der Staat ist stark wie nie und die Menschen zufrieden. Natürlich gibt es auch die Abgehängten, aber vor denen verschließt Jack Blind die Augen. Denn ihm steht eine große Zukunft bevor; mit seinem Chef, dem frisch gewählten Präsidenten zieht er ein in das Machtzentrum der Politik. Doch wer hält hier die Fäden in der Hand? Ist es wirklich der Präsident, der souverän Entscheidungen auf der Grundlage von Beweisen trifft, die man ihm vorlegt? Ist es die Gräfin Juno, die stets mehr zu wissen scheint, als…

  • [Rezension] „QualityLand“ von Marc-Uwe Kling

    Ich habe die Känguru-Chroniken sowie die beiden Folgebände bis zum Abwinken gelesen und auch oft als Hörbuch gehört. QualityLand fand ich schon interessant, bevor ich den Klappentext überhaupt gelesen hatte. Daher ist diese Rezension nicht so unbefangen, wie ich sie sonst schreibe. Ich habe mich daher auch dafür entschieden, ein wenig mehr auf den Inhalt einzugehen, als eine klassische Rezension zu schreiben. Wer eine sehr schöne Rezension lesen möchte, dem sei Kill Monotony ans Herz gelegt, die mir von Nicci empfohlen wurde! Welcome to QualityLand! Hier gibt es personalisierte Werbung. Wir wissen, was du willst, noch bevor du es willst. Wir nehmen dir jede Entscheidung ab. Jede. Das ist deine persönliche…

  • Juli Zeh „Corpus Delicti. Ein Prozess“

    Zum Inhalt (Klappentext) Irgendwann im 21. Jahrhundert: Der Staat will nur unser Bestes und hat Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht gemacht. Ein junger Mann bringt sich um, weil ihn das System eines Verbrechens beschuldigt. Seine Schwester will beweisen, dass er unschuldig ist. Und wird zur Gefahr. Meine Meinung Eine spannende Dystopie über einen Staat, der Gesundheit zur höchsten Norm gemacht hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Ich hatte von Juli Zeh vorher nur Adler und Engel gelesen, was mich nicht so stark berührt hatte. Von Corpus Delicti dagegen konnte ich kaum genug kriegen! Mia ist eine so starke wie zerrissene Persönlichkeit. Der Verlust ihres Bruders durch das System…