• [Rezension] Von der Alltäglichkeit des Sterbens: „Bevor wir verschwinden“ von David Fuchs

    Bevor wir verschwinden ist eines von fünf Büchern, die ich im Rahmen der Jury-Bewertung für den Bloggerpreis Das Debüt bewerte. Meine Gesamtbewertung und auch den Vergleich der Bücher veröffentliche ich ab dem 5. Januar. Bevor wir verschwinden von David Fuchs Ben absolviert sein Praktikum als angehender Arzt auf der Krebsstation. Dort ist er von viel menschlichem Leid umgeben und trifft zugleich auf seine Jugendliebe Ambros. Die beiden kommen sich langsam wieder näher, doch der Krankenhausalltag schiebt sich immer wieder in den Vordergrund. Der Autor David Fuchs ist selbst Arzt, sein Roman beschreibt mitleidslos und zugleich sehr sensibel vom Alltag mit menschlichem Leid und der Notwendigkeit der Abgeklärtheit als Selbstschutz. Sprachlich…

  • [Rezension] „Nur drei Worte“ in Buch und Film

    Unglaublich, dass dieser Hype um Love, Simon an mir vorüber gehen konnte! Zwar habe ich überall Rezensionen zu Simon vs. the Homo Saphiens Agenda und Love, Simon gesehen, das sonst eher unscheinbare Nur drei Worte von Becky Albertalli hätte ich wahrscheinlich nicht in die Hand genommen. Wer hätte gedacht, dass sich hinter all dem dasselbe Buch verbirgt? Zum Glück hatte mir Jasmin davon vorgeschwärmt und mir diese Geschichte mit einem anschließenden gemeinsamen Kinobesuch schmackhaft gemacht! Sonst wären mir ein zauberhaftes Buch und ein zuckersüßer Film entgangen! Nur drei Worte Die Handlung dürfte wohl den meisten längst bekannt sein, daher fasse ich sie ausnahmsweise mal wirklich kompakt zusammen: Simon hat ein Geheimnis,…

  • [Rezension] Von Stigmatisierung: „Väterland“ von Christophe Léon

    Die liebe Mademoiselle Facettenreich hat mir das Buch Väterland zugesandt, nachdem sie es ausgelesen hatte. Eigentlich lese ich wenige Jugendbücher, dieses hatte mich aber aufgrund der Thematik neugierig gemacht: Väterland Frankreich in einer (hoffentlich) dystopischen Welt: Die junge Gabrielle wurde von einem homosexuellem Paar adoptiert, sie hat zwei Väter. Für sie eine Selbstverständlichkeit, für viele Menschen ein Affront. Ein neues Gesetz gegen Homosexualität macht sie zu Ausgestoßenen, die sich in einem Ghetto am Rande von Paris mit vielen Anderen wenig teilen müssen. Zu Gabrielles Geburtstag möchten ihre Väter ihr ein besonderes Geschenk machen und wagen sich dafür illegalerweise mitten in die Stadt, in der sie nicht  mehr willkommen sind. Die…