• [Rezension] Bedrückend und schonunglos: „Mercy Seat“ von Elizabeth H. Winthrop

    Als Janna von Kejas-Blogbuch letztes Jahr fragte, wer sich gerne an einem kleinen Wanderbuch beteiligen möchte, war ich sofort neugierig. Mercy Seat hätte ich von mir aus wahrscheinlich nicht gelesen, obwohl die Thematik interessant ist. Allerdings ist die Geschichte auch nicht ohne… Mercy Seat von Elizabeth H. Winthrop Louisiana 1943: Der schwarze Will Jones soll ein weißes Mädchen vergewaltigt haben. Er wurde rechtskräftig verurteilt und nun soll er auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden. Gespannt warten die Einwohner der kleinen Südstaatenstadt auf Mitternacht. Ob das Urteil richtig ist und was der örtliche Ku-Klux-Klan damit zu tun hat, fragt sich kaum jemand. Auch nicht, ob man dabei ist einen jungen Mann…

  • [BücherinBüchern] Über den Wert von Wissen: „Der Name der Rose“ von Umberto Eco

    Wenn im Titel irgendwo das Wort Buch vorkommt. Wenn die Geschichte sich in einer Bibliothek abspielt. Wenn es sich um eine Geschichte über Bücher, Buchhandlungen, Literatur oder das Lesen handelt. Dann werde ich meist sehr, sehr neugierig… In dieser kleinen Serie möchte ich ein paar dieser besonderen Schätze vorstellen. Außerdem würde ich mich freuen, wenn ihr noch weitere Bücher kennt, die ihr mir empfehlen könnt! Heute: Der Name der Rose von Umberto Eco Ein absoluter Klassiker! Umberto Eco merkt man einfach an, dass er Literaturwissenschaftler ist: Anno Domini 1327. Eine reiche Abtei. Bruder William von Baskerville und sein Novize Adson sollen ein politisches Treffen in der Abtei vorbereiten. Doch dort…

  • Eine Hausarbeit, ein Kolloquium und wenig freie Zeit

    Während es draußen mal mehr, mal weniger frühlingshaft wird, hält mich die Uni fest in ihren Klauen. Meine Hausarbeit über Sebastian Brants Narrenschiff habe ich vor zwei Wochen bereits abgegeben. Darin habe ich mich vor allem mit Religion im Mittelalter und der Darstellung der Todsünden bei Brant beschäftigt. Nun warte ich gespannt auf die Rückmeldung der Dozentin. Letzte Woche fand zudem der zweite Teil Projekts Prager Deutsche Literatur statt. Zusammen mit drei Tschechinnen habe ich den Erzähltext des Romans analysiert. Die Erzählinstanz, die Strategien der Figurencharakteristik und die Struktur der Räume im Brods Tycho Brahes Weg zu Gott wurden von Karolina, Šárka und Kristýna untersucht. Ich habe mir die Sprache…

  • Prager Deutsche Literatur

    Es gibt an der Universität Leipzig ein schönes Kooperationsprojekt mit der Karolina-Universität Prag: einmal im Jahr beschäftigen sich um die 25 Studentinnen mit einem Prager Deutschen Autoren. Wer denkt, er kenne keinen in Prag lebenden deutschen Autoren, der irrt: Franz Kafka ist der wohl bekannteste, aber auch Egon Erwin Kisch oder Max Brod stammten aus Prag. Im November letzten Jahres waren die deutschen Studentinnen des Projektes zu Besuch in Prag (darunter auch ich). Eine Woche lang haben wir gelernt, mit den Prager Studentinnen diskutiert und die Kaffeekultur Prags kennen und schätzen gelernt. In diesem Projektjahr lesen wir gemeinsam Max Brods Tycho Brahes Weg zu Gott und lernen dabei neben der…