• [Rezension] Hinter der Fassade des Bildungsbürgertums: „Kampfsterne“ von Alexa Hennig von Lange

    TW: ganz unten Lange hat mich ein Roman nicht mehr so in seinen Bann gezogen. Neben Hinterhofleben (hier geht’s zu meiner Rezension) und Der plötzliche Todesfall gehört Kampfsterne für mich zu den aktuellen Romanen, die die Gesellschaft in ihrer Analyse so zerrissen wie realistisch darstellen. Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange 1985, in einer gutbürgerlichen Vorstadtsiedlung. Drei Familien konkurrieren um den perfekten Schein, wenn es schon das perfekte Leben nicht sein kann. Was die Eltern in ihrem Leben nicht erreichen konnten, das müssen die Kinder nun anstreben. Und das Versagen der Eltern kompensieren, ob es nun die verlorenen Träume oder die angestrebte Lebensrealität sind.  Der Spagat zwischen innerer Zerrissenheit und äußerer Fassade…

  • [Rezension] Über Freundschaft, Erwachsenwerden und Lebensträume

    Als wir unbesiegbar waren von Alice Adams Sommer, 1995. Die vier Freunde Eva, Benedict, Sylvie und Lucien verleben ihren letzten gemeinsamen Sommer. Denn das Ende ihrer Studienzeit markiert den Wendepunkt in ihrer aller Leben. Während die einen feste Pläne für ihr Leben haben, geben die anderen sich unerreichbaren Träumen hin. Doch mit der Zeit und den Veränderungen, die eintreten, driften ihre Beziehungen auseinander. Jeder von ihnen erlebt alleine Höhe- und Tiefpunkte und alle fragen sich, warum es so schwer ist, Freundschaft am Leben zu erhalten? Was bereut man im Leben? Alice Adams erzählt in ihrem Debütroman einerseits von Freundschaft, aber auch vom Verlust der Jugend und Unbeschwertheit. Über 20 Jahre…