• [Rezension] Hinter der Fassade des Bildungsbürgertums: „Kampfsterne“ von Alexa Hennig von Lange

    TW: ganz unten Lange hat mich ein Roman nicht mehr so in seinen Bann gezogen. Neben Hinterhofleben (hier geht’s zu meiner Rezension) und Der plötzliche Todesfall gehört Kampfsterne für mich zu den aktuellen Romanen, die die Gesellschaft in ihrer Analyse so zerrissen wie realistisch darstellen. Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange 1985, in einer gutbürgerlichen Vorstadtsiedlung. Drei Familien konkurrieren um den perfekten Schein, wenn es schon das perfekte Leben nicht sein kann. Was die Eltern in ihrem Leben nicht erreichen konnten, das müssen die Kinder nun anstreben. Und das Versagen der Eltern kompensieren, ob es nun die verlorenen Träume oder die angestrebte Lebensrealität sind.  Der Spagat zwischen innerer Zerrissenheit und äußerer Fassade…