• [Rezension] „Kind aller Länder“ von Irmgard Keun

    Irmgard Keun verließ Deutschland im Jahre 1936. Ihre Romane waren beschlagnahmt und verboten worden. Zwei Jahre später erschien ihr Roman Kind aller Länder im Exil, der in wundervollen Tonfall die geschichtlichen Ereignisse vorweg nimmt und die lange Reise einer kindlichen Migrantin aufzeigt. Keun selbst blieb nur vier Jahre im Exil, bevor sie illegal nach Deutschland zurückkehrte. An ihren literarischen Erfolg vor dem Verbot konnte sie nicht wieder anknüpfen, erst in den 70er Jahren wurde sie wiederentdeckt. 2016 druckte der Verlag Kiepenheuer & Witsch dieses Werk nach, wodurch ich auf den Roman aufmerksam wurde. Kind aller Länder Bald ist Weihnachten, was soll ich meiner Mutter schenken? Meine Mutter will manchmal sterben, dann…